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Umweltverträgliche LEGO Steine werden 2018 lanciert

  • Umweltverträgliche LEGO Steine werden 2018 lanciert


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    Wie einige bereits mitbekommen haben dürften, hat TLG sich das Ziel gesetzt, bis 2030 alle Steine aus nachhaltigen Materialien herzustellen.

    Dafür wurde schon 2015 bekanntgegeben, dass 1 Milliarde DKK für die Suche nach diesen Materialien angesetzt wurden.

    Am 01. März wurde durch eine Presseerklärung und entsprechender Marketing-Kampagne bekanntgegeben, dass die ersten umweltverträglich hergestellten Teile auf den Markt kommen und die bisherigen Teile ersetzen werden. So werden passender Weise Pflanzenelemente wie Blätter, Büsche und Bäume aus einem pflanzenbasierendem Zuckerrohstoff hergestellt und werden schon 2018 in LEGO Sets auftauchen. Die Produktion dazu hat natürlich schon begonnen und diese 'botanischen' Elemente werden in verschiedenen Variationen kommen.



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    (Elemente-Auswahl, die sich 2018 materialtechnisch ändern wird)




    Auf allen Kanälen von TLG wird deutlich gemacht, dass die Umstellung des Herstellungsprozesses die bisherige Qualität der Elemente und Teile NICHT beeinflussen soll.

    Als AFOL bin ich persönlich schon sehr auf die ersten Teile gespannt und finde es einen guten sowie großen Schritt in die richtige Richtung.


    Was haltet ihr von der Umstellung? Oder überwiegt die Angst vor schlechterer/ besserer/ anderer Qualität? Beginnen nun Pflanzen-Hamsterkäufe auf Bricklink?

    Wer entdeckt das erste nachhaltig hergestellte Teil in seiner Box?


    Diskussion frei :)



    LG, Ben



    EDIT: Offizielles Video zur Botanik-Thematik



  • Hallo zusammen,


    ich finde es irgendwie passend, dass gerade die Pflanzen aus nachhaltigem Material hergestellt werden sollen. Finde ich gut!


    Ich denke, dass liegt aber auch daran, dass diese Teile oft flexibler sind als normale Steine. Vielleicht sind die deshalb besser auf das neue Material umzustellen.


    Es gibt übrigens schon länger Dübel aus nachwachsenden Rohstoffen im Baumarkt. Die sind auch grün, obwohl die Farbe nur ein Marketinggag ist.


    Viele Grüße

    Tastenmann

  • Mhhh, an sich finde ich die Idee ganz gut, um ehrlich zu sein.
    Wie du uns bereits vorweggenommen hast, soll die Qualität der Steine nicht geschmälert sein, wodurch ich kein Problem in der Umstellung sehe und gespannt bin, ob man einen signifikanten Unterschied der Steine bemerken wird oder nicht.
    Lediglich, ob man starke Farbunterschiede wahrnehmen wird, würde mich interessieren, oder ob man dies ebenso nicht merken würde.

    Nun, dann warten wir mal auf die neuen Steine. :)

    Lg Michael

  • Endlich ^^ und aus Zuckerrohr? :/8) Ich Bau mir kurz ne Lego destille :D..


    Ich bin darüber hoch erfreut das Lego da in die Zukunft blickt und sich von fossilen Rohstoffen Lösen will.



    Um die Qualität mach ich mir da keine Sorgen, da es ja schon seit längerem bio-Kunststoffe gibt und Lego somit in einen bereits bestehenden neuen Markt investiert.( hat sogar Marketing Vorteile.)


    Bald gibt es Bio Lego im Regal :D( ob das dann essbar ist und verrotten kann :/:?:) naja wir werden sehen:D.

  • Schwierig zu sagen, ob das ein Schritt in die richtige Richtung ist. Die Teile werden sich wohl nicht unterscheiden zu den heutigen - Polyethylen ist Polyethylen ob es vorher Zuckerrohr oder verrotteter Urzeitbaum war ist da egal. Die Frage ist halt, ob für das Zuckerrohr wiederum Dschungel gerodet wird, weil nun alle Welt "nachwachsenden" Kunststoff haben will, des Zertifikats wegen. Und wenn nicht für die Legoplantage, dann wird halt an anderer Stelle munter abgefackelt um die günstigen Zuckerpreise am Markt zu halten. Ist dann wie mit dem Biosprit, für den wertvolle Anbauflächen herhalten müssen, während in anderen Teilen der Welt die Menschen hungern. Aber Hauptsache man kann behaupten das Benzin sei nachhaltig entstanden. Ist viel leichter, als weniger zu verbrauchen.


    Ich denke Lego würde der Umwelt mehr helfen, wenn sie aufhörten in ihren Anleitungen jeweils eine Seite pro zu setzendem Stein zu bedrucken, generell nur ein Anleitungsheft beilegen würden und die Beutelgröße so zu ändern, dass weniger benötigt werden. Ob ich nun 40 Teile oder 60 Teile in einem Beutel habe ist doch irrelevant. Das allein würde sicherlich einen mittelgroßen Wald an Papier und ein paar Container Druckfarbe, Heftklammern und Folien sparen pro Jahr.


    Aber immerhin wagen sie mal einen Versuch. Das ist ja schon mal was wert.

    Grüße,

    ShirHac

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    Rebel spaceships, striking from a hidden base, have won their first victory against the evil Galactic Empire...

  • Das erinnert mich an die PR-Aktion von Procter & Gamble vor nicht allzu langer Zeit, die für eines ihrer Head & Shoulders-Shampoos groß warb, weil sie die Verpackungen mit recyceltem Plastikmüll hergestellt haben sollen, der an Strände angespült wurde. Stellte sich heraus, dass es weniger als 20% der Shampooflaschen war und Verbraucherzentralen das als Kundentäuschung werteten.


    Es mag zwar ein Schritt in die richtige Richtung sein. Es ist trotzdem klassisches Greenwashing zu Marketingzwecken. Lego-Grünzeug ist nur ein winzig kleiner Anteil der hergestellten Steine. Ansonsten hat ShirHac alles dazu gesagt. Das wird nicht reichen um einen Unterschied zu machen. Wenn Lego da langfristig am Ball bleibt, könnte es mehr als nur ein billiger PR-Gag werden. Nachhaltige Produktionsumstellungen passieren natürlich nicht von heute auf morgen.

  • Ich sehe es eher als rationalen Geschäftsgedanken, um schrittweise unabhängig vom klassischen Rohöl zu werden. Es ist nett, dass die Firmenleitung an die Zukunft jenseits ihrer Beschäftigungsdauer denkt, sodass meine Enkel noch Lego spielen können (sofern es dann noch bezahlbar ist), aber ich sehe garkeinen Umweltgedanken dahinter. Maximal wurde die geschäftlich sinnvolle Maßnahme geschickt für PR genutzt.


    ich kenne mich nicht besonders im naturwissenschaftlichen bzw. wirtschaftlichen Bereich aus, aber was spräche eigentlich dagegen, einfach Papiertüten als Verpackung in den Kartons zu verwenden? Ist Papier teurer? Man könnte auch aufhören teils doppelt so große Kartons zu verwenden, wie man eigentlich bräuchte...

    Ansonsten könnte man Steine auch bedrucken, statt Sticker zu nehmen, um Müll zu sparen xP Auch eine Idee: Brickseparators in kleineren Kisten an die Händler mitschicken und wenn der Kunde will, kann er sich einen gratis mitnehmen, statt in jedes mittlere Set einen reinzupacken. Damit könnte man die Produktionsmenge wahrscheinlich um 80% runterfahren, ohne, dass jemand einen Nachteil hätte.


    Ich habe mal was von sich selbst zersetzenden Legosteinen gelesen, damit weniger Plastik im Meer rumschwimmt. Damit hätte Lego ja tatsächlich geplante Obsoleszenz in ihr Produkt integriert und mich zum Umstieg auf andere Marken gezwungen. Gibt es dazu eigentlich schon was Neues?

    Habe mich ja immer gefragt, wie viel Lego schon im Meer landen soll, bis dann die Containerladung über Bord gegangen ist xD

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