Beiträge von modestolus

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    Ich habe wenig Gefühle für Autos und interessiere mich auch nicht für sie, aber finde deinen C5 sehr gelungen und cool! Dein Schwiegervater wird sich sicher riesig freuen :)

    Vielleicht kannst du noch eine kleine MOC-Karte beilegen mit einer Widmung - dann könntest du sogar noch erwähnen, welche Eigenschaft, die du so an ihm schätzt, mit dem Auto verdeutlicht werden soll.

    Danke dir, Martin.

    Zu dem MOC gehört ein Gedicht, das drei A4 Seiten füllt ;)

    Aber auch so ein Kärtchen wäre eine gute Idee. Das kann man ebenfalls ins Regal stellen.


    Beste Grüße

    Ben


    Anders als in Deutschland oder anderen Ländern, bringt in den Niederlanden traditionell am 5.12. die volkstümliche Figur Sinterklaas den Kindern ihre Geschenke. Sinterklaas selbst ist an den historischen Nikolaus von Myra angelehnt und die Hauptfigur dieses Kinderfestes. Er trägt Bischofskleidung, einen roten Rauchmantel und einen Bischofsstab. Traditionell wir er vom Zwarte Piet (Schwarzer Piet) und unzähligen Hulp-Pieten (Helfern) begleitet. Über das Aussehen des Schwarzen Piet ist in den letzten Jahren eine erhebliche Rassismusdebatte ausgebrochen und spaltet noch immer große Teile der Bevölkerung. Am Fest als solches wird aber nicht gerüttelt, wann sollen sonst die Geschenke verteilt werden?


    Ein weiterer Brauch ist es, eine Art Secret Santa, wie wir es mit den Weihnachtskugeln machen, in der Familie, der Klasse oder unter Kollegen zu veranstalten. Dazu wird einem ein Name zugelost, man kauft dieser Person ein Geschenk, bastelt eine Überraschung (Surprise) und schreibt ihr im Namen von Sinterklaas ein Gedicht - in welchem man im besten Falle den Charakter aber auch die Taten des vergangenen Jahres des Beschenkten noch einmal Revue passieren lässt.


    Dieses Jahr habe ich den Namen meines Schwiegervaters gezogen. Meine Idee wollte ich unbedingt in LEGO umsetzten, da er sich diese dann auch ins Regal stellen kann.

    Über meinen Schwiegervater könnte ich ich nun ein Loblied singen, aber ich belasse es einmal dabei, dass er immer und zu jeder Tag- und Nachtzeit für seine Familie bereit steht und hilft. Weit über das Übliche Maß heraus. Aus diesem Grund habe ich ihm eine Art Batmobile gebaut, auf das selbst Batman neidisch sein kann.

    Im Grunde stellt mein MOC einen Citröen C5 Aircross dar, der natürlich mit allerlei Zubehör zum Helfen beladen ist.

    Als Basis diente mir hier der Lamborghini Urus ST-X aus dem Speedchampion-Set 76899, von dem aber tatsächlich nicht mehr viel im MOC zurückzufinden ist. Das ich den Citröen nicht 100% nachbauen musste, half mir sehr bei der Umsetzung - Autos baue ich ja nicht täglich.


    Ich freue mich schon jetzt auf sein Gesicht, etwas zu schenken ist für mich noch immer schöner als bekommen. Was sagt ihr zu meiner Umsetzung?


    Beste Grüße - und eine besinnliche (Vor-)Weihnachtszeit.

    Ben

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    Immer mehr werden alte Kirchen und Kirchengebäude nicht mehr in ihrer ursprünglich gedachten Funktion genutzt. Zumindest hier in den Niederlanden. Oft fallen sie dann Gemeinden zu, die diese in ihren Haushalt aufnehmen und stellenweise zu hohen Geldsummen reparieren, restaurieren oder Instand halten müssen. Wer sich einmal mit der Restauration von historischen Gebäuden befasst hat, weiß, wovon ich hier schreibe.


    So ähnlich ist dies auch mit der Sint Petrus Kerk in dem etwa 26.000 Einwohner zählenden Dorf im Niederländischen Nord-Brabant, welches direkt an der Provinzhauptstadt 's-Hertogenbosch (Den Bosch) liegt, passiert. Der Kirchendienst wird im Jahre 2005 aus Sicherheitsbedenken gestoppt, da Reparaturen nicht mehr gezahlt und das Gebäude langsam zerfällt. Lange Zeit steht die Kirche leer, ein Abriss kommt nicht in Frage und so dauert es bis ins Jahr 2011, als sich sieben Vughter Bürger der Sache annehmen und die Einwohner und Unternehmer der Gemeinde einspannen.


    Die Kirche, Mitten im Zentrum liegend, gilt als Schmuckdose, als ein wunderschöner Bau mit reicher Geschichte, wie eben das ganze Dorf auch seinen Platz in der Weltgeschichte gefunden hat. Und so bekommt sie nach langer Plan- und Umbauphase eine neue Bestimmung und wird das kulturelle Zentrum der Gemeinde, über das selbst CNN Jahre später berichten wird.


    In der Kirche befinden sich heute die Gemeindebücherei, das Historische Museum Vught, ein Weltladen, ein Café, Ausstellungsflächen für Kunst und Kultur, Treffpunkt für Alt- und Jung, Büros für diverse freiwillige und soziale Einrichtungen, Billardtische und so weiter.


    Mein heutiges historisches MOC zeigt also ein kleines Architecture-Modell von DePetrus, wie die Kirche jetzt genannt wird. Für mich persönlich ist es einer der schönsten Gebäude hier in Vught, dem Dorf in dem ich jetzt lebe. Was schwierig ist, denn neben diversen Landgütern, einer Burg, Herrenhausern und Villen, fällt diese Auswahl doch schwer.

    Im Spoiler habe ich euch ein wenig die Geschichte von Vught aufgeschrieben. Wer sich fragt, was Napoleon, Markte Garden, das letzte Ritter-Gruppenduell Europas oder gar die Römer mit meiner Gemeinde zu tun haben, der kann sich den Text im Spoiler durchlesen.



    Für diejenigen, die es mehr mit Videos haben, habe ich ein Video von DePetrus gefunden, dass die Kirche im Umbau von Innen und Außen zeigt: DePetrus im Vogelflug



    Ich baue nicht viel Architecture, das überlasse ich lieber den Kracks wie Rauy - dennoch hoffe ich, dass euch der kleine Ausflug in die Heimatgeschichte Vught und in die Welt der Architektur gefallen hat :)

    DePetrus selbst werde ich hoffentlich in den kommenden 1.5 Jahren noch in einem etwas größeren Maßstab bauen können, damit es auf der 50 Jahrfeier des Museums 2023 ausgestellt werden kann.



    Wie versprochen, diesmal keine Römer, auch wenn die folgenden Ideen irgendwie wieder damit zu tun haben konnten. Naja, zumindest eine meiner vielen Ideen. Wie immer gilt hier aber das ungeschriebene Gesetz: Zu viel zu tun - und zu wenig Zeit. 8o


    Beste Grüße

    Ben

    :love: :love: :love:


    Oh, endlich! Oh, endlich!

    Oh, endlich geht er los,

    der Weihnachtskugelschmaus auf RogueBricks,

    das wird sicherlich famos!


    Jeden Tag ein neues Türchen,

    dass sich für uns öffnen wird,

    Drinnen vor dem Feuer sitzend

    während draußen Kälte klirrt.


    Toll gebaut, der Kamin mit Feuer,

    die Tannenzweige hängen auch,

    Geschenke auf dem Boden liegend,

    denn das ist hier so Brauch.


    :love: :love: :love:

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    Tolle Idee und eine schöne kleine Szene Ben!


    ich hoffe übrigens, dass Du die 80er Robin Hood Serie der BBC kennst -besser kann man den Stoff kaum verfilmen wie ich finde:


    Folge 1:


    Nickolas Grace ist der ultimative Sherriff von Nottingham😎

    Die Serie kenne ich tatsächlich und ich habe sie mit den Nachbarkids im Wald nachgespielt.

    Hach, was waren das unbeschwerte Zeiten. Das größte Problem war damals der Ruf unserer Mütter…: ‚Abendessen!‘

    (Und wie oft ich den 20 mal hintereinander gehört habe…hahaha.) :overpleased:


    Beste Grüße

    Ben

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    Schon als Kind war ich fasziniert von der Sage um Robin Hood. Das lag sicherlich an der Disney Zeichentrickumsetzung von 1973, die ich mir oft mehrere Male per Woche anschaute und der Tatsache, dass Robin Hood ein unglaublich guter Bogenschütze gewesen sein muss. Auch die Idee von den Reichen zu stehlen um das Diebesgut unter den Armen aufzuteilen, war für mich zudem ein interessanter Gradmesser.

    Es war auch die erste Person, die ich aktiv im Lexikon nachschlug und alle gefundenen Informationen in einem extra angelegten Untersuchungsheft aufschrieb. Als dann in den 90er Jahren Kevin Costner über die Kinoleinwand flimmerte, war ich mehrmals Gast im örtlichen Kino.


    Die Handlungen des zentralen Helden Robin Hood in den spätmittelalterlichen bis neufrühzeitlichen englischen Balladenzyklen wurde ständig umgedichtet und weiterentwickelt. So wurde aus einem Wegelagerer einfacher Herkunft im Laufe der Zeit ein angelsächsischer Adeliger und Patriot. Später kam die Komponente der sozialen Gerechtigkeit hinzu. Ob es Robin Hood als historische Figur tatsächlich gelebt hat, ist nicht belegt. Dennoch gäbe es historisch belegte Personen, die zumindest die Basis für die Sage gebildet haben können.


    Vor dem Schloss in Nottingham, welches zumindest örtlich eine wichtige Rolle in den Sagen spielt, steht heute ein Robin-Hood-Denkmal, das besichtigt werden kann. Gerne wird das Denkmal von Schulklassen und Touristen aus aller Welt besichtigt.


    Dieses habe ich versucht in meinem MOC, als nächsten kleinen Beitrag für die Jahres-Challenge, darzustellen.


    In meinem nächsten geschichtlichen MOC bleibe ich bei mir im Dorf. Denn Geschichte spielt sich oft direkt vor der Haustüre ab.


    Beste Grüße

    Ben

    Hallo Jonas,


    interessante Idee. Ich habe von Technik nicht wirklich Ahnung, habe mir diesbezüglich aber mal eine Art Standardwerk als Buch zugelegt, in dem vom Funktionieren der Zahnradmechanismen bis hin zu Kombinationsbewegungen in verschiedene Richtungen, der Bau solcher Modelle deutlich beschrieben und gezeigt wird.
    In Studio fuchse ich mich gerade selbst ein wenig ein. Bezüglich Licht habe ich zwar Ideen, kommt aber darauf an, ob du das puristisch oder durch Fremdanbieter bewerkstellingen möchtest.


    Du bist bis März getrennt von deinen Steinen? =O Vielleicht solltest du die Box vorher fertigstellen…wobei…die ist ja nicht nötig. Diese Trennung alleine ist ja schon ein Notfall, oder?


    Beste Grüße

    Ben

    Hahaha! Die Gesichter sind super, besonders von dem, der schmerzhafter Weise unter dem Auto liegt.
    Die gepflasterte Straße ("Klinker") hast du sehr gut den Straßen hier in den Niederlanden nachempfunden. Sie sind sofort zu erkennen. (Übrigens haben die gegenüber dem Asphalt in den meisten Gebieten Deutschlands mehrere echte Vorteile)


    :D Und jetzt beim zweiten Betrachten habe ich das "Worstebroodje" entdeckt. Und gleich Hunger bekommen.


    Tolle Vignette, joh lie

    Viel Erfolg beim Wettbewerb - vielleicht schaffst du noch einen weiteren Beitrag?!


    Beste Grüße

    Ben

    Danke dir für das Kurzvideo, lieber Michael. So cool zu sehen, was wir auf die Beine gestellt haben.
    Momentan sind wir an den Vorbereitungen zu 2022. Demnächst gibt es weitere Infos dazu!


    Viele Grüße

    Ben

    Liebe Rogues,


    die Kartons und Dosen mit meinen Modellen und Modulen sehen wieder im Arbeitszimmer LEGO Zimmer. Zum Sortieren bin ich noch nicht gekommen. Doch immer, wenn ich den Raum betrete, wird es mir etwas wärmer ums Herz. Denn nachdem das Jahr 2020 ausstellungstechnisch eher mau und eine Katastrophe war, konnten dieses Jahr zumindest einige der geplanten Treffen durchgeführt werden. Es wurde zwar mit den steigenden Fallzahlen in der Woche vor der BB spannender und spannender, aber letztlich gab es das grüne Licht von Seiten der Veranstalter und einige der Rogues folgten dem Ruf in den wilden Süden der Republik, nach Friedrichshafen an den Bodensee zur BB2021, die Hausausstellung unserer kleinen, aber feinen Online Communinity.


    Zwar hatte wohl mit Markus mit der Anreise aus dem Land der kleinen Steine die weiteste Anreise, aber auch ich saß wie viele andere von uns hinterm Lenkrad und auf Deutschlands Autobahnen, ehe sich die Messehallen zum Aufbau öffneten. Ich war so aufgeregt, dass ich zu früh ins Auto stieg und so den kleinen Umweg über das Legoland Deutschland machen konnte. Dort war ich dann tatsächlich drei Stunden vor Parköffnung, parkte am nahgelegenenen Rasthof und hoffte auf ein kleines Frühstück bei einer bekannten Burgerkette.



    Leider machten die erst eine Stunde nach der Parköffnung auf und so hieß es mit Tankstellenkaffee erst einmal warten. Pünktlich um halb zehn am Donnerstag des Ausstellungswochenendes wurde ich als erster Besucher in den Park gelassen. Die Fahrtgeschäfte und die Fabrik - mein primäres Ziel - machten aber erst um 10 Uhr auf und so tingelte ich ein wenig durch das Miniland. Zumindest konnte ich so Fotos von den Modellen rund um Berlin nehmen, die sich hervorragend für meine Vorlesungen an der Hochschule nutzen lassen.

    Endlich war es dann aber soweit und ich wurde, erneut als erster Besucher, in die Fabrik gelassen. Der frühe Vogel und so... - aber gut sortiert sieht anders aus. Am Jahresende sind nicht mehr alle Regale voll und es gab im Grunde keine besonderen Steine mehr. Ich füllte schnell ein paar Tüten für meinen Vortrag "Collab Workshop" am Sonntag und verließ mit wehendem Haar den Park. Vermutlich war ich auch hier der erste, der diesen Tag den Park wieder verließ.


    Keine eineinhalb Stunden später kam ich an der Ausstellungshalle an.



    Dort traf ich bereits auf Johannes und Jonas, sowie weiter bekannte Gesichter aus der Community und von Bricking Bavaria. Was ein Traum, was ein Empfang. Schnell hier und da ein paar Worte gewechselt und schwupp mussten wir uns um den Aufbau der Collab kümmern.
    Mir ist erst später bewusst geworden, dass das Modell auf 120 Baseplates stand. Die Piratencollab von 2018 war um 5 mal 6 (?) Platten größer, aber unser diesjähriges Koloss musste sich wahrlich nicht verstecken.
    Es ist jedes Mal ein Schauspiel, wenn sich die einzelnen Module aneinander fügen, wenn aus vielen Einzelteilen ein rundes Gesamtbild wird - dem Standard sei danke. Wir sollten uns T-Shirts mit diesem Aufdruck machen :D
    Uns fehlten allerdings noch ein ein paar Wasserplatten. Dank sei der Frau von Martin, die mit zwei Kindern auf dem Arm zu fließen begann, sowie allen anderen Helfern und einer Menge Eigeninitiative, wurden diese noch am Aufbautag zusammengesetzt. Danke an dieser Stelle an alle Helfer!


    Neben dem Aufbau der Collab bauten wir parallel den Gemeinschaftstisch auf. Gut, dass Markus den Plan noch auf dem Handy hatte.Beziehungsweise am Morgen noch neu geschrieben hatte. Denn die Originalpläne blieben in Dänemark zurück. Aber kein Problem, man muss nur kreativ sein. Wohlweislich hatten wir mit 8 x 2 Metern Tischfläche genug Platz reserviert, so dass ich zum Beispiel nicht alle Modelle aufbauen musste. Da durch Krankheit und Unabkömmlichkeit Aussteller nicht an der BB teilnehmen konnten, durften Markus und Markus noch weitere eigene Modelle auf einem anderen Tisch in der Halle ausstellen.


    Nach und nach lernten sich die RogueBricks Aussteller kennen und es war unglaublich schön, die Vorfreude in den Gesichtern der anderen zu sehen. Für viele der Rogues war es die erste Ausstellung und ich kann nur hoffen, dass jeder von diesen wenigen Tagen genossen hat. Und natürlich hoffe ich darauf, dass ich euch alle gesund und munter nächstes Jahr wiedersehen darf.

    Den Aufbauabend haben wir traditionell mit einem RogueBricks-Abendessen in der Gaststätte Heuschober ausklingen lassen, bei gutem Essen und letztendlich doch genügend Stühlen. Platz ist bekanntlich in der kleinsten Hütte, oder wie wir hier sagen mussten: am kleinsten Tisch. Die alten (Ausstellungs)Hasen unter uns lernten die "Neuen" schnell kennen. Ich muss sagen, dass dies einer meiner persönlichen Höhepunkte war. Neue Menschen mit den gleichen Interessen kennenlernen, die alle nach Friedrichshafen kommen um Spielzeug auszustellen...verrückt. Es gibt einfach ein gutes Gefühl nicht der einzige da draußen zu sein. :)

    Es wurde gefachsimpelt, der Ablauf der Ausstellung und so einiges anderes Thema besprochen. Nach dem Essen trennten sich die Wege und ich musste ins Hotel am Bahnhof, während die meisten anderen in der näheren Umgebung der Messe untergebracht waren.


    Der Freitag, der erste Ausstellungstag mit Besuchern, begann früh. Wir hatten nach der Hallenöffnung und der Impfstatuskontrolle noch etwa eine Stunde Zeit, um den letzten Schliff an den Ausstellungstischen und der Collab anzubringen. Bei dieser Gelegenheit waren die Bewohner meines römischen Turms verschwunden. Sie versteckten sich in einer Kiste, auf der ich bereits ein Modell aufgebaut hatte. Und ich war mir sicher, dass ich da drei Mal hineingeschaut hatte...was natürlich nicht der Fall war. Aber auch das gehört irgendwie dazu. So sind zum Beispiel später am Montag Piraten aus der Collab von 2018 auf ominöse Weise in meinen Bus eingestiegen und mit in die Niederlande gefahren, obwohl sie eigentlich Richtung Nadine und Markus mussten.


    Schon an diesem ersten Tag wurde deutlich, dass die Ausstellung ein toller Erfolg werden würde. Die Halle füllte sich zusehends und das einzige Manko war, dass wir keine Aktionen an den Modellen durchführen konnten. Wie zum Beispiel ein Suchspiel an der Collab oder eine Mitbauaktion für die Besucher; Stichwort offene Collab. Anders als bei einer reinen LEGO Ausstellung, wie zum Beispiel bei der Bricking Bavaria in Fürth, war das Publikum nicht nur für unsere Modelle gekommen, sondern besuchte auch die anderen anderen Hallen mit Modellbauprojekten und Themen aller Art.
    Hier gab es ferngesteuerte Flugzeuge, Autos, Boote, Panzer, ja sogar R2D2 sowie BB8 und unzählige Modelleisenbahn-Landschaften zu sehen.



    Zudem fuhren kleine Dampfeisenbahnen durch die Hallen und hupten die Besucher zur Seite, wenn sie nicht durchfahren konnten. Unsere Ausstellungshalle war an einem Ende der Messe eingerichtet und so war es nie zu sehr überlaufen. Außer auf der Aktionsfläche von LEGO - da gab es aber auch kostenlose Super Mario Blisterpacks zu ergattern.

    Die Modelle der mehr als 200 Aussteller wurden auf etwa 10 Tischen beziehungsweise Aktionsflächen, präsentiert. Im hinteren Bereich war ein VIP Raum für alle Aussteller eingerichtet. Hier war nicht nur unser Eingang, sondern wir wurden auch mit Getränken, Essen und anderen Leckereien verwöhnt. Gesponsert wurde dies übrigens von LEGO selbst.


    Freitag Nachmittag stand dann das erste Spiel für uns AFOL und TFOLS auf dem Programm: Teambau-Wettbewerb. Den Teams wurden Sets zur Verfügung gestellt, aus dem dann zu einem Thema ("Auf dem See") ein Modell gemocht werden musste. Ich weiß leider nicht mehr genau, welches Team gewonnen hat. Markus, Marcels und meine Ente haben es aber zumindest unter die ersten drei geschafft.



    Spaß hat das Spiel auf jeden Fall wieder gemacht und so wird es sicher auch in den kommenden Jahren fester Bestandteil der BB bleiben.

    Abends, nach der Schließung der Ausstellung, stundenlanger, toller und interessanter Gespräche, wurde das Gruppenfoto gemacht. Dort , wo am Mittag noch Modellbauzeppeline durch die Halle glitten, standen die Aussteller bereit für das Foto:



    Anschließend gab es dann ein (vorbestelltes) Abendessen und die traditionelle Versteigerung fand statt. Persönlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt aber schon die Halle verlassen. Denn bei einer solchen Ausstellung treffe ich auch Freunde, die ich Jahre nicht sehe. So kann ich leider nichts zu dem Essen oder der Aktion schreiben.


    Der Samstag eines Ausstellungswochenendes beginnt für mich meist wehmütig. Da freut man sich ein ganzes Jahr auf das Wochenende und es ist schon wieder fast vorbei.Man wird sich trotz Dauergrinsen doch irgendwie im Laufe des Samstags davon bewusst, dass am Sonntag abgebaut werden muss. Und der Spaß vorbei sein soll. ;( Diesen Gedanken schiebt man allerdings schnell wieder zur Seite. Immerhin ist erneut Ausstellungstag und man will so viel wie möglich erleben.
    An diesem Samstag fanden zwei Vorträge statt: "Von der Idee zur LEGO Ideas Project" und das "LEGO Masters Panel", bei dem aus zwei Staffeln Deutschland (plus Dänemark) einige der Teilnehmer zusammenkamen, um Fragen zur mittlerweile weltbekannten Sendung beantworteten.

    Es wurde auch wieder gespielt: Die 101 Teile Challenge stand auf dem Programm. Traditionell wird dieses Spiel - in etwas abgewandelter Form - auch bei den Rogue Olympics gespielt. Hier sollten die Rogues klar im Vorteil sein. Allerdings war der Gewinner leider nicht unser Fili, der es bei seiner ersten Ausstellung bis ins Finale schaffte. Glücklicherweise haben wir den Sieger aber auch direkt verpflichtet. Sein finales Modell war eben auch anders gebaut. In der Finalrunde musste nämlich "Duplo" gebaut werden. Und während sich Fili auf den Bau von Duplo Steinen konzentrierte, ging der erste Platz an die Interpretation eines Duplo Schokoriegels. Kreativ muss man sein. Oder eben anders bauen. :saint:


    Um 19 Uhr begann dann der AFOLs Abend. Neben Danksagungen, einem gemeinsamen Abendessen und dem Bauen, wurden auch die Preise für die besten Modelle verteilt. Dazu gab es neben der Expertenwahl auch eine Zuschauerwahl. Marion konnte bei der Expertenwahl die Jury mit ihrem Microstadtmodell Noppenstadt begeistern und landete auf dem dritten Platz. Unsere Collab überzeugte ebenfalls und wurde mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Der Gewinner war aber FirstOrderLego (Luka) von der Rebel LUG mit seiner Interpretation eines Bonsai Modells ganz in grau. Ein wahrhaftiges Meisterwerk und ein verdienter Sieger:



    Bei der Zuschauerwahl gewann tatsächlich Heartlake City. Vermutlich müssen wir im kommenden Jahr einfach noch bunter bauen :D. Wer den dritten Platz belegte, kann ich in den Tiefen meiner Gehirnwindungen nicht mehr zurückfinden, aber auch hier belegte unsere Collab den zweiten Platz. Wahnsinn. Zwei Verleihungen, zwei Preise. Obwohl wir erst vor etwas mehr als einem halben Jahr mit der Planung angefangen hatten. Das gibt natürlich einen Schub für die nächste Collab, für die sich sehr schnell neue Teilnehmer finden ließen, wie eine Abstimmung zeigte. Um was es genau gehen wird, werden wir in den kommenden Wochen diskutieren und besprechen.



    Als Preise gab es, neben Setpreisen, für jeden Gewinner einen kleinen Pokal mit einem sich bewegenden Zeppelin:



    Die Setpreise habe ich angenommen, werden aber sicher unser Community zur Verfügung gestellt und dem Preisepool zu Gute kommen. Wobei ich das Zugset sehr gerne für die Collab nächstes Jahr umbauen möchte. Aber das entscheiden wir an anderer Stelle.


    Der Sonntag. Letzter Ausstellungstag. Ich einmal alles geben und so viele Erlebnisse wie möglich erleben. So ging ich an diesem Tag mit Johannes durch die anderen Ausstellungshallen und war erstaunt, was es für verrückte Dinge gibt. Am besten haben mir die ferngesteuerten Droiden und Roboter gefallen. R2D2 und BB8 vor meinen Füßen...toll, dass ich sie kennenlernen durfte :)



    Vor dieser kleinen Entdeckungstour habe ich noch einen Vortrag zum Thema Collabs gehalten. Da ich diesen schon 2018 in Fürth halten durfte, wollte ich etwas neues probieren und habe eine Art Workshop daraus gebastelt. Die Teilnehmer erhielten neben Informationen zu Collabs auch den "BenBulk", mit dem sie dann eine Collab bauen mussten. Nach etwa einer Stunde konnte sich das Resultat mehr als sehen lassen und wir stellten die Micro Collab bei der RogueCollab aus. Danke an alle, die diesen Moment für mich besonders gemacht haben. Sollte ich tatsächlich nächstes Jahr wieder gefragt werden, werde ich einen reinen Workshop anbieten und das ganze wiederholen. Welch ein Spaß!



    Vor dem Speedbuild Spiel durfte auch Markus noch einen Vortrag halten. Sein Thema war "Natürlich inspiriert". Jedes Mal, wenn Markus einen Vortrag hält, lerne ich dazu. Ich denk, dass das all den anderen Zuschauern auch so ging, seine Vorträge sind unglaublich gut besucht und gibt den Jungs von der Rebel LUG den Vortrag im kleinen Kreis auch noch einmal auf Englisch. Neben Farbenlehre und "runden" Bauen beantwortete er auch einige Fragen zu seiner Arbeit als Designer. Ein Knallbonbon zum Ende der Vortragsreihe, möchte ich behaupten.


    Nachdem um 17 Uhr die Ausstellung schloss, musste abgebaut werden. Ich selbst war noch mit meinem Sohn verabredet, den ich mehr als ein Jahr nicht gesehen hatte. Und so verlief der Abbau bei mir schneller als bei anderen und eigentlich gewollt, möchte man sich doch ordentlich verabschieden und noch einmal miteinander sprechen. Das ging organisatorisch leider nicht bei mir, hatte ich mir das gerne anders gewünscht.
    Und so saß ich, während in der Halle die Lichter ausgingen, mit Sohn in einem Restaurant, in Sigmaringen. Meine Modelle unsortiert in Kisten geworfen. Am nächsten Morgen trat dann auch ich die Heimreise in die Niederlande an. Glücklicherweise war die A61 nach der Flutkatastrophe wieder frei und so konnte ich den Bus pünktlich um 12 Uhr in die Garage setzen.


    Völlig fertig, aber unglaublich glücklich und noch immer mit einem Lächeln im Gesicht, beendete ich also am Montag Mittag mein persönliches Highlight des Jahres. Zumindest, was das Hobby angeht.

    Jetzt freue ich mich tierisch auf nächstes Jahr, auf die neue Collab, auf neue und alte Gesichter, auf die Stadthalle in Führt...die wir nächstes Jahr im November mit neuen und tollen Modellen bestücken dürfen.


    Danken möchte ich allen Beteiligten. Ihr habt das Wochenende wirklich zu einem besonderen gemacht!


    Ergänzt gerne meinen subjektiven Reisebericht. Was habt ihr erlebt, was waren eure Highlight in Friedrichshafen?



    Hoffentlich auf Bald und Liebe Grüße!


    Ben

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    Gefällt mir richtig gut

    Danke dir, Pius!


    Danke dir, Lars.

    Schafe gehen bei Mittelalter immer irgendwie. Fast wie Ziegen. Und du baust ja auch immer Tiere ein. Über den Shop gibt es die ab und zu zu kaufen.

    Die Farbkombination ist super, finde ich. Macht es irgendwie exotischer. Die Palisaden werde ich für ein anderes Projekt noch einmal anspitzen. Damit bin ich auch sehr glücklich.


    Nee, vergessen isr nichts. Nur die Zeit wird knapp. Und für die BB musste erst noch ein größeres Modul gebaut werden.

    Ausstellungen sind super. Wirklich für mich der Höhepunkt in jedem Jahr. Da kann man herrlich Fachsimpeln und Ideen austauschen. Und wie du schreibst: Modelle live bewundern und mit Fragen löchern.

    Danke auch dir! :)


    LG Ben