Drei Tage Billund - ein Reisebericht

  • Hallo,


    wie sicher viele von euch wissen, feiert das LEGO-Haus in Billund diesen Spätsommer seinen 2. Geburtstag.
    Anlässlich dieses Ereignisses werden jährlich die AFOL-Modelle in der Masterpiece Gallery gegen neue Modelle ausgetauscht, die dann 12 Monate lang bis September 2020 dort zu bewundern sind.
    Dieser Austausch findet immer kurz vor dem großen Fanweekend in Skaerbaek statt.


    Dieses Jahr hatte ich das große Glück, als eine von 15 Ausstellern für die Masterpiece Gallery ausgewählt zu werden.
    Hier nochmal ein herzliches Dankeschön an Wolfgang aus dem Doctor Brick-Forum , ohne dessen Vorschlag der Kontakt zum LEGO-House nicht zustande gekommen wäre.


    Die Designer aus Billund hatten sich in mein verfallenes Château verguckt und wollten es gerne in ihren heiligen Hallen sehen.
    Flug und Übernachtung würde von LEGO übernommen. Um den MOC-Transport sollte man sich in der Regel selbst kümmern, sprich, man packt alles in einen möglichst stabilen großen Koffer und nimmt es im Flugzeug mit nach Billund. Auch die Gepäckkosten würden selbstverständlich übernommen.


    Bei meinem Modell sah dies aber etwas anders aus: nachdem abgeklärt wurde, daß das Haus von der Größe her noch genau auf einen Stellplatz in den Vitrinen passte (es hätte in der Tiefe keine Noppe mehr haben dürfen) überlegten wir uns, wie ich den ganzen Kram nach Billund schaffen kann.
    Flugzeug fiel schonmal weg, da ich normalerweise die ca. 30 Fragmente des Gebäudes in 4 großen Euroboxen transportiere und ich keine Lust hatte, mit insgesamt über 45 kg Gepäck durch den Frankfurter Flughafen zu hetzen.
    Wir einigten uns dann darauf, mein MOC, nachdem ich es nochmal in Fürth ausgestellt hatte, wenige Tage später mit DHL zu verschicken.


    Mir war ziemlich mulmig zumute bei dem Gedanken, meine Kartons fremden Menschen zu überlassen, die nicht allzu sanft damit umgehen, aber mir blieb keine andere Wahl.
    Es wurde mir zwar auch von verschiedenen AFOLs angeboten, das Haus nach Billund mitzubringen, aber wie sich dann später herausstellte, wäre das sowieso zeitlich zu spät geworden, da für den MOC-Wechsel ein festes Programm eingeplant war.


    Am Dienstag den 24.09.2019 war es dann endlich soweit. Nach einem kurzen Flug landete ich gegen Mittag in strömendem Regen in Billund.

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    Weiter ging es mit dem Bus in die Stadmitte,

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    von wo ich zu Fuß zum LEGO-Haus kam. Hier war noch reges Treiben: Putzen, streichen, Umbauen und MOCs abbauen.

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    Nach einem kurzen Gespräch mit Søren, der Haupt-Kontaktperson der letzten Monate, ging ich weiter zum 1,7 km entfernt gelegenen Hotel.


    Alle Aussteller waren im neuen LEGOLAND Castle Hotel untergebracht: Das sind 2 große Gebäude, die außen wie innen im Stil der Castle-Reihe gebaut sind. Für Kinder sicher der Himmel auf Erden, aber auch für AFOL sehr nett.

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    Überall gab es aus LEGO gebaute Dekorationen.

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    Wände, Teppiche und auch alles andere war im Castle-Design. Selbst auf dem Duschvorhang und der Klospülung waren Wappen.

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    Am Mittwoch war dann der Aufbautag. Wir wurden mit einem Bus am Hotel abgeholt und nach einer schönen Führung duch das LEGO-Haus ...

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    ...durften wir endlich unsere MOCs holen und auspacken.
    Ich hatte zwar nicht jedem beim Auspacken zugesehen, aber ich bin mir sicher, daß es bei jedem der 15 Aussteller Bruch gab. Aber wir hatten ja genug Zeit, alles wieder zusammenzubauen und glücklicherweise gab es keine großen Verluste in Form von komplett zertrümmerten Modellen.

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    Bei meinem Haus waren beide runden Türme, die ich eigentlich supergut verpackt hatte, ziemlich kaputt, aber ich hatte sie dann wieder einigermaßen hinbekommen. Fällt ja eh niemandem auf, daß es anders kaputt ist, als vorgesehen.

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    Auch die anderen Aussteller schafften es bis zum späten Nachmittag, ihre Modelle aufzubauen und in die Vitrinen zu packen.

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    Diesen netten Herrn kennt sicher jeder:

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    Zwischendrin wurden wir mit einem Mittagsbuffet und nachher mit Kaffee und kleinen Leckereien versorgt.


    Hier mein endlich fertiggestelltes Modell in der Vitrine:

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    Später gab es dann noch eine kleine Führung durch das Keller-Archiv, eine Abendveranstaltung mit Vorstellung der beiden Chef-Designer Mike und Stuart, einem Quiz mit 10 Fragen für die AFOLs, was witzigerweise keiner zu 100% lösen konnte und Lasagne zum Abendessen.


    Am Donnerstag war dann der AFOL-Tag, zu dem dann fast alle Teilnehmer des LEGO-Fanweekends gekommen sind.
    Darüber darf dann gerne jemand anderes berichten. ;-)



    Die 15 auserwählten Aussteller* waren:


    Eero Okkonen aus Finnland,
    Matthew Goldberg aus den USA,
    Milan Sekiz aus Serbien,
    Paul Hetherington aus Kanada,
    Ryan van Duzor aus den USA,
    Simon Hundsbichler aus Österreich,
    Stephen Gofers aus Holland,
    Sven Franic aus Kroatien,
    Jason Allemann und seine Frau Kristal Dubois aus Kanada,
    Timofey Tkachev aus Russland,
    Caroline Mockett aus England,
    ZiO Chao aus Taiwan,
    Hsinwei Chi aus Taiwan
    und ich.


    Abschliesend kann ich nur sagen, daß es 3 wunderbare, top durchorganisierte Tage waren. Die Leute aus dem LEGO Haus waren supernett und haben sich um alles gekümmert.
    Am besten aber hat mir gefallen, daß ich so tolle Leute kennenlernen konnte, deren MOCs ich schon teilweise seit Jahren im Netz bewundere.


    Liebe Grüße, Marion


    * 20% der Aussteller sind Rogues :)

  • Hallo Thomas,


    danke für deinen Kommentar und die Glückwünsche.


    Ja, das waren schon sehr schöne Tage mit supernetten Mit-Ausstellern.

    Am Donnerstag, dem AFOL-Tag war Jason natürlich der Superstar, bei dem jeder für ein Interview angestanden hat. Am Mittwoch, dem Aufbautag waren wir alle einfach nur ein Haufen LEGO-Verrückter, die jede Menge Spaß hatten und stolz waren, mit so fantastischen AFOLs ausstellen zu dürfen. :)


    LG, Marion

  • Hey Marion,


    Erstmal gratuliert dass du es ins Lego Haus geschafft hast...echt cool! Da kann man ja richtig eifersüchtig werden :love:

    Wie du schon geschrieben hast ist es ein Riesenehre dort ausstellen zu dürfen, aber das alles drumherum und mit den Leuten machen es so besonders.

    Und verstecken brauchst du dich nicht in den Gesellschaft. Hast du dir verdient!


    LG Mark

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