Posts by Rauy

    wie ist das eigentlich mit Aufklebern, zählt jeder Sticker als ein Teil?

    In früheren Runden war es so, dass bestickerte Teile nur jeweils als das Teil selbst zählten. Allerdings kann es sein, dass das nur für original bestickerte Teile gilt und nicht für "zweckentfremdete" Sticker. Aber andererseits, wer weiß schon zu jedem Sticker, auf welches Teil der in seinem Set überhaupt gehört. Nicht verklebte, frei schwebende Sticker, gelten aber dann wahrscheinlich schon als ein Teil.

    Yo, es ist März und damit Zeit für die beiden wichtigsten Bauwettbewerbe des Jahres! Mit etwas Verspätung durch Ausstellungen und anhängige Bauprojekte hier nun auch die Ankündigung für eine weitere Runde Marchitecture, wo es gilt, den März mit tollen Microscale-Architekturmodellen zu füllen, gerne auch mit mehr als 101 Teilen. ;)

    Also um es konkret zu machen, findet diesen März wieder ein Bauwettbewerb für Architecture-MOCs statt, d.h. die Modelle sollten ein “existierendes” Objekt nachbilden, sich auf menschengemachte immobile Strukturen konzentrieren und kleiner als Minifiguren-Maßstab sein. Es gibt wieder zwei Kategorien, diesmal eine große für für Modelle, die eine Mindestfläche von 16 x 16 Noppen abdecken und eine kleine für Modelle die nicht breiter als 16 x 16 Noppen und nicht höher als 16 Steine sind. Beide Kategorien erlauben auch wieder sowohl reale und historische Gebäude als auch fiktionale/popkulturelle Locations, solange es eine Vorlage gibt, an der sich das Modell messen kann. Auch sind in beiden Kategorien wieder digital gebaute Beiträge willkommen (treten aber separat in ihrer eigenen Preiskategorie an), solange sie versuchen, ein strukturell kohärentes Modell zu schaffen und es mit Teilen in nicht-existierenden Farben nicht zu übertreiben.

    Es gibt natürlich wieder tolle Preise zu gewinnen, in jeder der beiden Kategorien jeweils ein LEGO-Set und eine selbst gebaute Trophäe für den ersten und zweiten Platz (der erste entscheidet, was er möchte). Als Set-Preise gibt es Singapur, ein Burj Khalifa und Arielles Schloss. Die Trophäen werde ich im Laufe des Monats noch vorstellen. Hier auch vielen Dank an RogueBricks für das Sponsoring eines der Sets.

    Die Teilnahme geht wieder sowohl über die entsprechende Flickr-Gruppe (die auch den Hauptanlaufpunkt für detailliertere Informationen darstellt) mit den jeweiligen Threads für die beiden Kategorien, als auch auf Instagram über den Hashtag #Marchitecture2026.

    Viel Spaß beim Bauen! (Und natürlich dürft ihr das auch gerne weitererzählen.) :D

    Zusätzlich zu dem, was die Vorredner bereits geschrieben haben, würde ich behaupten, dass generell Interaktion hilft, gesehen zu werden. Das soll natürlich nicht heißen, dass man blind allen möglichen Leuten folgen sollte und unter jeden Post drei Flammen kommentiert. "Leere" uninteressierte Follower nützen ja aber am Ende niemandem etwas. Aber generell sich in der Community umzuschauen, Sachen zu liken, die einem gefallen und bei ganz interessanten Sachen auch mal einen Kommentar da zu lassen, kann dazu führen, dass man insgesamt mehr wahr genommen wird. Bei mir persönlich ist es z.B. so, dass ich mir eigentlich grundsätzlich die Profile von neuen Kommentatoren oder Followern anschaue (bei vielleicht einem pro Woche/Monat ist das gerade noch zu managen :D) und wenn diese interessant aussehen, dann evtl. auch folge. Folge dann halt auch nicht jedem, aber es macht mich zumindest auf den Account aufmerksam.

    Ein weiterer praktischer Tipp wäre, auf englisch zu posten für mehr internationale Reichweite. Das kann sowohl manuell einen Unterschied machen, weil mehr Leute mit der Bildbeschreibung etwas anfangen können (sofern sie diese denn lesen :S) aber auch algorithmisch, dass es von vorn herein mehr Leuten gezeigt wird. Denn Insta ist ja auch nicht ganz so blöd und zeigt mir wahrscheinlich seltener Posts in Suaheli. Die meisten deutschen können es ja dann trotzdem lesen und verstehen. Aber das ist auch eine persönliche Geschmacksfrage, ich mag die englische Sprache grundsätzlich ganz gerne und bin früh in das englische Internet sozialisiert worden.

    Insgesamt lässt sich aber schwer einschätzen, wie Instagram überhaupt funktioniert und den Leuten was zeigt. Bei Flickr kann man das ja über Gruppen noch halbwegs einschätzen (auch wenn da sicher auch eine gehörige Portion Algorithmenmagie dabei ist). Aber Hashtags scheinen ja so direkt bei Insta auch nicht mehr zu funktionieren. Momentan sind ja viele Accounts auch bereits auf nur 5 Hashtags umgestellt (ich kann zwar nach wie vor 30 benutzen, aber das liegt vielleicht auch an der sehr steifmütterlich behandelten Desktop-Schnittstelle) und da fragt man sich dann schon, wie der Algorithmus da entscheiden soll, wem er was zeigt. Wahrscheinlich ist es am Ende irgendeine Sch...ß-KI, die versucht, deine Bilder zu analysieren und inhaltlich zu klassifizieren. Gott bewahre man überließe dies dem Urheber.

    Aber insgesamt war es bei mir bei Instagram wie bei Flickr einfach ein stetiges Wachsen und mit jedem neuen Post kommt vielleicht hier und da mal ein neuer Follower dazu. Naturgemäß am Anfang halt etwas schneller, weil man komplett neu ist und dann tröpfelt es so dahin. Aber konkrete Strategien habe ich da nicht wirklich verfolgt sondern poste halt meistens dann etwas, wenn es fertig ist. Bzw. wenn ich Veröffentlichungen plane, dann halt eher aus dem eigenen Bedürfnis nach einem gut strukturierten Portfolio heraus und nicht etwa, weil ich glaube, dass es Donnerstag um 17:00 die meisten Likes gibt, wenn am Dienstag davor bereits einen Teaser dazu kam. Das kann manchmal auch unvorteilhaft sein (etwa wenn man das Gefühlt hat, dass die Leute der persönlich beste MOC des Jahres nicht interessiert, weil alle frei haben :S), aber man muss sich halt mit zu ausgefeilten Postingstrategien auch nicht kaputt machen.

    Man kann sicher bei Insta viel mehr rausholen, wenn man da mehr "am Ball bleibt". Diese Platformen sind ja letzendlich als Suchtmaschinen ausgelegt für maximales "engagement" (das englische, nicht das französiche/deutsche ;)). Aber das artet dann halt auch nur in Arbeit aus. Mit meinen unter 100 Posts in 3,5 Jahren ist da halt mit "daily engagement" nicht viel her und wahrscheinlich bin ich dafür auch zu "konservativ" was die Quantität der Posts angeht und behandle Instagram zu sehr wie Flickr in seiner Ernsthaftigkeit. Aber das ist mir halt auch lieber, als jeden Quatsch zu posten und sei es auch nur, damit ich persönlich mich an der Ordnung in meinem Profil erfreuen kann. Obwohl Insta-Beiträge ja ehrlicherweise nicht für eine Halbwerstzeit von mehr als einer Woche gedacht sind. Aber ob mehr Quantität dann auch mehr Likes bdeutet oder die Leute dir einfach müde werden, lässt sich auch schwer sagen. Geneva hat sich in ihrem sehr interessanten Artikel zu KI da auch ein paar Gedanken gemacht. Das ist zwar wieder eine andere große Baustelle, berührt aber am Ende auch wieder das Thema Contentifizierung und die daraus folgende Übersättigung. Eine ihrer Schlussfolgerungen war unter anderem, dass es in Zukunft, mit zunehmender Entmenschlichung, noch wichtiger werden könnte, eher ausgewähltes persönliches Feedback zu erhalten (und sich Communities dadurch auch verkleinern und individualisieren), was natürlich auch generell kein schlechter Rat ist. Aber rein praktisch muss man hier natürlich auch festhalten, dass um von Leuten gesehen zu werden, deren Meinung einem wichtig ist, man halt generell auch erstmal gesehen werden muss. :grimace:

    Aber abseits aller tieferen Gedanken zur Zukunft menschlicher Kunst und Aufmerksamkeit 8o habe ich rein praktisch die Erfahrung gemacht, dass Instagram halt auch etwas überschätzt ist, was Reichweite angeht, gerade wenn man sich den Vergleich mit dem ach so toten Flickr anschaut. Ja, Flickr mag nicht mehr das sein, was es vielleicht vor meiner Zeit war und sicher hat sich einiges auf Insta verlagert. Aber am Ende merke ich auf Insta, dass ja doch irgendwie das meiste auch auf Flickr ist, weil eben viele, die es "ernst meinen" auch nach wie vor auf Flickr sind. Klar gibt es auch auf Insta viel neues, aber der Weisheit letzter Schluss ist es was Reichweite angeht auch nicht. Auch nach 3,5 Jahren auf Insta habe ich nach wie vor knapp mehr Follower auf Flickr (und ich habe da auch erst angefangen, als es angeblich bereits im Sterben begriffen war). Das mag aber natürlich auch daran liegen, dass ich eine "suboptimale Social Media Strategie" verfolge oder "die Party grundsätzlich aus ist". Der Vorteil bei Insta ist eben, dass da vor allem auch mehr nicht-LEGO Leute zu erreichen sind, bzw. da halt durch den Algorithmus eher ein Zugang und eine Durchmischung der Communities geschaffen wird. Ich habe auf Insta dadurch generell auch tolle Fotografen und andere Künstler gefunden (aber muss mir dafür auch jeden Tag vom Algorithmus zeigen lassen, wie sehr unsere Welt zur Hölle fährt =O). Und gleichfalls erreichst du eben auch auf Insta eher Leute, die keine Hardcore-AFOLs sind. Aber am Ende bleibt immer die Frage, wie gut man jemanden wirklich erreicht, der dein 5 cm Handybild nach 5 Sekunden weiter wischt, Herzchen hin oder her.

    Anyway, was war das Thema? Ach ja, mehr Reichweite. Honestly, I don't know either, man. ^^ Der Optimist in mir würde sagen die Qualität der Inhalte, aber der Realist würde wohl sagen, dass da noch eine gehörige Portion Algorithmenmagie dazu kommt. Die kann und darf einem zwar egal sein, aber ehrlicherweise freut man sich am Ende trotzdem über jeden Like und Follower, die einem dabei helfen, Stolz auf den eigenen kleinen Beitrag zur großen weiten Welt zu sein. :S

    Nette Idee. Zunächst freut es mich, das das LEGO-Fieber bei dir wieder in vollem Gange ist und du so zuversichtlich ins nächste Jahr blickst, da kann man nur viel Spaß wünschen. Auch ich hatte wieder viel Spaß am LEGO-Hobby dieses Jahr. Gefühlt war es weniger stressig als letztes Jahr und ich hoffe, dass das so weitergeht.

    Gedanken zur Produktpalette

    Was Sets angeht bin ich da praktisch mittlerweile einfach zu sehr raus. Ich habe schon immer recht wenige Sets gekauft, aber ich glaube, dieses Jahr habe ich noch gar keins für mich selbst zum bauen gekauft. Dabei macht mir das Bauen nach Anleitung nach wie vor Spaß und es gibt tolle Sets. Ich bin jetzt auch kein "Kreativitäts-Snob", der sagt nur MOCen ist das wirklich wahre. Ich habe schlicht und einfach keinen Platz mehr, weder zum dauerhaften ausstellen, noch zum mal so bauen und wieder weg sortieren. Früher hab ich gerne mal kleine und mittlere 3-in-1er gekauft, aber auch das mach ich irgendwie nicht mehr. Aber mal sehen, kann ja auch wieder kommen. Verfolgen tue ich die Set-Neuerscheinung allerdings nach wie vor interessiert. Auch da war aber dieses Jahr nicht viel dabei, was mich wirklich tief beeindruckt hat, was ich auch schon bei der Set-Wahl bei StoneWars bemerkt habe. Es gab schon definitiv schöne und gelungene Sets, aber nichts, was mich persönlich geflasht hätte und was ich mir unbedingt irgendwann kaufen müsste.

    Dagegen gab es aber mit Neuschwanstein eine ziemliche Enttäuschung dieses Jahr. Eigentlich konnte mit dieser Vorlage nur wenig schiefgehen und passend zum Release hat es die UNESCO sogar zu einem weiteren Welterbe-Set erklärt. Grundsätzlich kann LEGO bei Architecture eigentlich auch nicht wirklich viel falsch machen...dachte ich zumindest. Aber so wie das mit diesen komischen rausstehenden Fensterdrucken umgesetzt ist, sieht das einfach nur merkwürdig aus. Dabei gibt es so gute MOCs, auch in Architecture-gerechter Größe und Set-legal gebaut, die zeigen, wie man ein nettes Neuschwanstein bauen kann. Das Set ist zwar auch nicht komplett missraten und vielleicht kann man die Fenster auch irgendwie retten, aber zusammen mit dem ehrlich gesagt sehr unangemessenen Preis ist es das erste Set der Reihe, bei dem ich ernsthaft überlege, es mir einfach nicht zu kaufen und damit die Sammlung zu unterbrechen. Dazu kommt noch, dass mit sowas wie dem neuen Paris-Set die Reihe auch in eine sehr merkwürdige Richtung geht. Das Paris-Diorama ist zwar als solches durchaus hübsch und stilsicher, aber passt einfach nicht in die Architecture-Serie. Ich habe die Reihe lange verteidigt. Dass sie mehr Richtung Touri-Attraktionen geht, habe ich so akzeptiert und das beste draus gemacht und auch die Skylines haben mir immer gefallen. Aber mittlerweile glaube ich, dass auch mir die Serie so langsam entgleitet. Aber so ist das halt, bin trotzdem gespannt, was so als nächstes kommt.

    Auch deine Skepsis gegenüber neuen Farben teile ich durchaus. Ich sehe zwar das Argument, dass mit den neuen Farben gewisse Lücken in Farbverläufen geschlossen werden. Aber meiner Ansicht nach ist das bei LEGOs Abstraktion irgendwie der flasche Ansatz. Wahrscheinlich baue ich dafür halt einfach zu..."blockig" was die Farbgestaltung angeht. Aber mir wäre es wichtiger, bestimme größere Lücken in der Platte würden geschlossen (oder auch erstmal die existierenden Farben mit mehr teilen bedient), als dass ich jetzt eine violette Blume in 7 verschiedenen Farbtönen bis ins letzte austexturieren kann. Klar kann man sagen, die "tun ja erstmal niemandem weh". Aber mehr unnötige Komplexität im System kann eben doch durchaus "weh tun". Aber wahrscheinlich ist das auch irgendwo Geschmackssache, ob man diese Farben jetzt braucht und sein Lebtag drauf gewartet hat. Das neue rose ist schon die interessantere der beiden Farben...wenn es denn in 3 Jahren dann irgendwann mal eine vernünftige Teileauswahl dafür gibt.

    Gedanken zum MOCen

    Aber abseits dieses eher...ernüchternden Rückblicks auf die Produktpalette war es nichtdestotrotz wieder ein sehr schönes Jahr in der LEGO-Welt. Das MOCen hat sich bei mir auf ein paar wenige größere Projekt beschränkt, einzig die Rogue-Events wie die Olympics und der Adventskalender haben da für etwas Abwechslung gesorgt, obwohl ich diesmal nur die Hälfte der RogueOlympics-Themen bedienen konnte. Mal sehen, ob es nächstes Jahr wieder mehr wird oder die Hemmschwelle "eine Woche ausszuetzen" noch weiter sinkt. =O Der Marchitecture-Wettbewerb hat mir auch wieder sehr viel Spaß gemacht, vor allem das MOCen in Vorbereitung darauf. Aber es war auch schön zu sehen, dass er nach wie vor Anklang findet und wir hatten wieder richtig tolle Beiträge.

    Abseits davon war das Jahr für mich hauptsächlich durch das Chemnitz-Thema dominiert und ich hatte sehr viel Spaß dabei, mich mit der Architekturgeschichte hier auseinanderzusetzen und meiner Wohnstätte nach über 12 Jahren mal als Tourist zu begegnen. Und ich konnte sogar noch den Summer Joust mit einem kleinen Beitrag dazu bedienen. Dementsprechend freue ich mich auch darauf, das Thema im nächsten Jahr fortzusetzen, wenn auch dann ohne Kultuhauptstadt-Titel im Rücken. Ideen und Pläne hab ich bereits einige.

    Eine andere große Baustelle war die Rogue-Collab, die einfach wieder der Wahnsinn war und sicher eine der besten (auch wenn die Ausstellungsbesucher und -teilnehmer das vielleicht anders sehen :D). Allein sich tiefer mit dem Thema zu beschäftigen sorgt einfach für ein wunderbar ganzheitliches Erlebnis, auch da es dieses Jahr recht rigoros durchplant war. Entsprechend war auch mein eigener Beitrag für meine Verhältnisse deutlich größer was Teilezahl und Volumen angeht (vom Preis ganz abgesehen), um nicht zu sagen mein größter Einzel-MOC überhaupt. Aber es war gleichzeitig auch entspannter als das Landschaftsgeeier früherer Jahre, da es sich als Gebäude weitaus angenehmer entwerfen und bauen ließ. So hatte ich auch recht schnell einen ersten Entwurf fertig. Sonst hätte ich auch nicht die Zeit und Nerven gehabt, noch zwei Autos dazu zu bauen. Damit kann ich nun auch einen Art Déco Minifig-Wolkenkratzer von der Bucket List streichen und ein netter Zufall war dabei, dass ich sogar passend zum Chemnitz-Projekt dem Thema Zwischenkriegsarchitektur treu bleiben konnte. Das ganze jetzt die letzten Tage zu fotografieren und aufzubereiten ist dann auch ein schöner Abschluss für das Jahr, auch wenn sich das logistisch etwas schwieriger gestaltet hat als meine üblichen MOCs.

    Für das nächste Jahr steht aber dann auch schon wieder eine Collab im Februar an, mit der ich dann zeitnah anfangen müsste. Ein interessantes Thema auf das ich auch durchaus Lust habe, aber so richtig geklickt hat da auch noch nichts, weder im Kopf noch in Plaste. :shy: Aber wird schon werden. Zeitlgleich müsste ich mir aber auch schon wieder Gedanken zu Marchitecture machen, was Kategorien und Preise angeht. Ich hoffe aber, dass ich trotzdem noch vor dem Ende der RogueOlympics das Chemnitz-Projekt wieder aufgreifen kann. Das LEGO-Jahr bleibt also durchaus...arbeitsintensiv. :grimace:

    Und eigentlich müsste man auch endlich mal umziehen, auch um Platz zu schaffen und endlich einen dedizierten LEGO-Raum zu besitzen. Naja, logistisch war es ja dieses Jahr durchaus gut für die Recherche, dass ich noch hier gewohnt habe. Und vielleicht rede ich mir meine Trägheit dann so auch noch das nächste Jahr schön. :saint:

    Gibt es eigentlich eigene MOC-Karten für die Rogue Bricks MOCs, oder soll ich die normale BB Vorlage verwenden?

    Du findest hier im Austellungen-Unterforum oben angepinnt einen Post mit dem MOC-Karten-Generator. Damit kannst du dir eine passende MOC-Karte im RogueBricks-Design erstellen. Aber du kannst die Designelemente aus der Vorlage natürlich auch verwenden um dir selbst was passendes zu basteln, wenn du besondere Anforderungen an die MOC-Karten hast, das habe ich z.B. getan. Aber grundsätzlich ist der Generator sicher für viele Belange ausreichend.

    Vielen Dank euch allen! :overpleased:

    Für deine schöne MOCs müsstest du einen Dauerausstellunbgsplatz in Chemnitz finden - Du und deine Modelle hätten es verdient.

    Ich bin ja bei sowas immer etwas schüchtern, da auf die entsprechenden Stellen zuzugehen. Aber mal sehen, wie es aussieht, wenn die Reihe etwas vollständiger ist.

    Sehr cooles Projekt! Ich finde es toll, wie ihr das Farbschema und die Setdesigns der Space -Reihe aufgegriffen habt. Ist eine wunderbare Hommage an die CITY-Sets. Was mir in dem Zusammenhang aber auch sehr gefällt, ist dass durch den Einsatz von trans-purple Elementen und gerade auch durch die blaue Beleuchtung, die in Verbindung mit dem kalten trans-black auch sehr Richtung violet geht, noch der Bogen zur Friends-Space-Reihe gespannt wird. Finde die Beleuchtung nicht übertrieben, sondern sie rundet das ganze großartig ab.

    Wie ergab sich denn dieses Sponsoring. Habt's ihr die einfach angequatscht oder wie wussten die, dass ihr was größeres baut? Oder gibt es da offizielle Kanäle wo man sowas beantragen kann?

    Mit dem nächsten Stopp auf der Reise durch die "Stadt der Moderne" hält sowohl das Neue Bauen als auch ein wichtiger Vertreter der Chemnitzer Architekturlandschaft dieser Zeit Einzug in die Reihe. Das Umspannwerk am Getreidemarkt wurde 1929 von Friedrich Wagner-Poltrock entworfen, als Erweiterung des 20 Jahre älteren Gebäudes für die Stromversorgung der Straßenbahn. Nach '45 diente es als Verwaltungssitz der städtischen Energieversorgung und seit einer umfangreichen Sanierung 2010-12 wird es vom daraus hervorgegangenen Energieversorger eins als Jugendherberge betrieben.

    54835901706_3d3492c869.jpg 54836157033_b09f222c98_w.jpg

    Auch dieses Gebäude hat die letzten 100 Jahre nicht komplett ohne Veränderungen überstanden. Obwohl die Sanierung aus den 2010ern dem Original weitgehend treu blieb (und auch einiges davon erst wiederherstellen musste), wurden hier und da doch ein paar kleinere Änderungen vorgenommen, etwa die Umgestaltung und Verlegung des Eingangsbereichs oder die teilweise Reduzierung der Gesimse, was zu einem grundsätzlich etwas "glattgebügelteren" Erscheinungsbild führt. Nichtsdestotrotz ist bei aller Neuerung die "Seele" des Originals nach wie vor klar erkennbar und die Jugendherberge stellt, gerade auch mit ihrer Betonung der industriellen Geschichte des Gebäudes im inneren, insgesamt eigentlich ein schönes Beispiel der Umnutzung dar.

    54836154118_1c5a6aebea_w.jpg 54835912721_f571109560.jpg

    Man kann deshalb durchaus darüber streiten, welchen Bauzustand man abbildet. Zwar ist diese Reihe eine Hommage an eine vergangene Bauepoche, aber man muss auch nicht die nachfolgende Geschichte ignorieren, auch weil einige der Gebäude eine durchaus interessante Nutzungsgeschichte hinter sich haben. Und letztendlich ist kaum eines der Gebäude komplett unverändert geblieben und die Modelle tragen dem auch oftmals Rechnung, ob jetzt aus pragmatischen oder ästhetischen Gründen. So gestaltet es sich rein praktisch auch hier schwierig, überhaupt genügend adäquates Bildmaterial zum originalen Bauzustand zu finden, weshalb sich das Modell bewusst am momentanen Zustand des Gebäudes orientiert (und damit auch nicht schon wieder tan sein muss :D). Ich habe mir allerdings dennoch die Freiheit genommen, es hier und da zu gunsten eines runderen Gesamtbildes etwas zu "bereinigen". Zum einen habe ich die Freitreppen und Gerüste am neuen Haupteingang und am Turmbau entfernt und zum anderen habe ich den flachen Anbau auf der Rückseite abgeschnitten, da dieser nach meinen Recherchen nicht Teil des denkmalgeschützten Bereiches ist.

    54836146324_cfc23c7a7a_c.jpg

    Obwohl ich grundsätzlich nicht der größte Fan der Trans-Black-Umstellung bin, hätte ich die neue Farbe hier tatsächlich gerne mal verwendet, zum einen weil seine kühle Farbgebung gut zum modernen Flair des Gebäudes passt und zum anderen weil es einen gewissen Kontrast zum Kaufhaus Schocken bilden würde, das ich in einem ähnlichen Farbschema bauen will (aber definitiv in altem Trans-Brown). Zu meiner Enttäuschung musste ich allerdings feststellen, dass in Trans-Black nach wie vor so simple und essentielle Teile wie 1x1- und 1x2-Fliesen fehlen. Naja, sei's drum, aber so viel zur Trans-Black-Ablöse. ?(

    Beleuchtung ist auch wieder drin, obwohl sie es diesmal nicht immer so leicht hat, durch die ganze SNOTerei im inneren vorzudringen. Und auch eine Bauanleitung bei Rebrickable gibt es natürlich (wenn sie denn dann irgendwann mal freigeschalten wird).


    Da wir uns nun mitten in der Ausstellungssaison befinden und ich mittlerweile auch dringendere Projekte bearbeite, markiert dieser 4. Beitrag dann auch erstmal die Halbzeit dieses Projektes und damit mehr oder weniger den vorläufigen Stand für dieses Jahr. Ursprünglich war es natürlich vor allem für das Kulturhauptstadtjahr gedacht, aber es war auch von Anfang an ein etwas ambitioniertes Unterfangen. Es gäbe noch vieles, was man umsetzen könnte, so manches, was man der Vollständigkeit halber umsetzen müsste und generell möchte ich auch noch einiges dazu bauen. Und so hoffe ich, dass bis nächstes Jahr um diese Zeit nochmal etwa genauso viele Modelle dazu kommen, um das ganze Thema zu einem gebührenden Abschluss zu bringen, auch wenn sich schon wieder 57 Collabs für nächstes Jahr ankündigen. =O

    Ich würde auf dem Gemeinschaftstisch auf etwa 125 x 50 cm mit ein paar kleinen Häusern die Europäische Kulturhauptstadt vertreten. Ich hab zwar offiziell nur 1m angemeldet, aber das war wie immer etwas sehr eng geschätzt. =O Glücklicherweise ist aber in Friedrichshafen der Platz auch keine ganz so knappe Ressource. :saint:

    Bei den beiden Rogue-Veranstaltungen am Donners- und Freitag wäre ich wie gesagt auch jeweils als Einzelperson dabei. :thumbup:

    Beim nächsten Gebäude auf unserer Tour durch das Chemnitz des frühen 20. Jh. handelt es sich zum einen um eine interessante Stilmischung und zum anderen um einen Teil der jüdischen Industriegeschichte der Stadt. Als Hans Bernsteins Mechanische Wollwarenfabrik “Sachsen” nach dem 1. Weltkrieg zum Erfolg fand, ließ er sich 1924 vom Chemnitzer Architekturbüro Kornfeld & Benirschke ein neues Fabrikgebäude entwerfen. Dessen Front mischt dabei klassisch gegliederte Schieferfassaden mit hohen expressionistischen Erkerfenstern. Allerdings kam die Firma nicht allzu kurze Zeit später durch die Weltwirtschaftskrise wieder ins Straucheln und die NS-Propaganda gegen den jüdischen Unternehmer tat dann ihr übriges, sodass die Bernsteins bereits früh das Land verließen und die Firma 1937 letztendlich liquidiert wurde. Nach verschiedensten Besitzern dient das Gebäude heute als gemischt genutzter Büro- und Praxiskomplex.

    54793196046_5be3ff058b_w.jpg 54792355927_5874310b17_w.jpg

    Es passiert ja äußerst selten, dass ich selbst über eine interessante Bautechnik stolpere, aber hier war die erste Eingebung für die Erkerfenster so einfach wie effektiv. Entsprechend glücklich war ich, dass die Schienenplatten mit ihren Rillen tatsächlich exakt zwischen die Fenster passen. Und auch das Dach ließ sich überraschend einfach drüber bauen, wenngleich es bei dieser Bautechnik natürlich nicht 100% lückenlos abläuft. Aber auch im klassischer gebauten hinteren Teil des Gebäudes kommt ein durchaus nettes "Fabrikhallen-Feeling" auf. Als sich das ursprünglich T-förmige Gebäude in den 90ern im Besitz der Sparkasse befand, wurde der rückseitige Flügel deutlich eingekürzt und auch das Modell orientiert sich an diesem kompakteren Bauzustand.

    54793531285_46d8347430_w.jpg 54793204316_d3a66f18af_w.jpg

    Beleuchtung gibt es auch wieder, baubedingt allerdings nur vorn, und natürlich auch eine Bauanleitung auf Rebrickable.

    54793205961_4956e43b6c_c.jpg

    Nach längerer Pause führt die nächste Station durch die "Stadt der Moderne" eigentlich zu deren Anfang, da sie sowohl chronologisch als auch stilistisch den Beginn des 20. Jahrhunderts in Chemnitz einläutete: die Villa Esche. 1902 vom belgischen Designer Henry van de Velde für den Textilfabrikanten Herbert Eugen Esche entworfen, schlägt das Gebäude die Brücke vom Jugendstil zur Sachlichkeit und markiert damit wohl den Beginn der modernen Architektur in Chemnitz. Heute beherbergt es das Henry van de Velde Museum und dient als Veranstaltungsort für verschiedenste Kulturevents.

    54744713958_b92d44f698_w.jpg 54744721379_2468f4e270_w.jpg

    Das Modell richtet sich dabei nach dem heutigen Stand und beinhaltet damit sowohl die 1911-Erweiterung von van de Velde, bei der das rückwärtige Obergeschoss weiter ausgebaut wurde, als auch die Vergrößerung des äußeren Oberlichtes im Zuge der Restaurierung 2001. Beim Maßstab war ich zunächst etwas unschlüssig, ob man das ganze nicht größer bauen sollte, um allen Details Rechnung tragen zu können. Allerdings ließ sich das Modell dann auch in diesem kleineren Maßstab von 1:225 überraschend gut umsetzen. Und trotz der mitunter etwas komplexeren Stützstruktur habe ich auch auf diesem Maßstab den Innenraum zumindest in Teilen mit angedeutet. Dazu lässt sich das äußere Oberlicht abnehmen und gibt zunächst den Blick auf das charakteristische innere Oberlicht zwischen dem 1. und 2. Obergeschoss frei, welches wohl den stilisierten Zweig eines Eschenbaums in Buntglas darstellt. Und auch dieses kann abgenommen werden und ermöglicht wiederum den Blick durch die das gesamte Haus verbindende zentrale Halle bis ins Erdgeschoss. Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich sowohl das komplette Atrium als auch das markante Glasfenster umsetzen kann, aber durch die Verwendung eines halbtransparenten Aufklebers ergab es sich dann doch recht natürlich, obwohl ich gehofft hatte, dass es im Modell noch etwas markanter rauskommt. Und damit nicht genug, kann das Modell auch beleuchtet werden. Dabei war mir vor allem eine Balance wichtig, bei der das Licht dezent in die Haupthalle leuchtet (und damit auch das Buntglasfenster betont), ohne dass das große äußere Oberlicht penetrant glüht.

    54744720079_1e79528e66_w.jpg 54744500661_1648b43aba_w.jpg

    Auf dieser Größe habe ich wiederum überlegt, ob man nicht sogar das gesamte Grundstück bauen könnte, mit der Remise (in der sich heute ein sehr gutes Restaurant befindet) und dem Gartenbereich. Denn nicht nur das eigentliche Wohngebäude, sondern das komplette Areal wurde von van de Velde (bzw. der Garten wohl auch von seiner Frau Maria Séthe) im Sinne eines Gesamtkunstwerkes entworfen. Ich habe mich dann aber doch für ein etwas stromlinigeres Modell entschieden, auch weil ich ehrlicherweise nicht unbedingt Lust hatte, noch mind. eine 32er-Platte nur begrenzt ebener Landschaft zu bauen. :saint: Ich will aber nicht ausschließen, dass man sich irgendwann mal noch einem Komplettmodell annehmen könnte. Bis dahin müssen ein Bäumchen in der Ecke und ein paar Ränklein am Gebäude ausreichen.

    54744501916_5a243e4436_z.jpg

    Etwas kontrovers könnte vielleicht die Farbwahl sein, besonders für die gelb-Hater unter den Rogues. 8o Die erste Farbe, die mir in den Sinn kam, war Bright Light Orange, da es zwar recht kräftig und dunkel ist, aber dem ocker des Originals noch am ehesten gerecht wird und es davon auch so ziemlich alle wichtigen Teile gibt (naja fast…). Grundsätzlich begrüße ich auch jede Gelegenheit, Architecture-Modelle in nicht-Architecture-Farben zu bauen. :) Was mich jedoch lange beschäftigt hat, war die Frage, ob man die glatt verputzten Elemente durch eine hellere Farbe hervorheben sollte, ähnlich wie bereits beim vorigen Modell. Ich entschied mich dann, diese Bereiche in klassischem gelb zu gestalten, auch weil ich mitunter überlegt hatte, ob dieses nicht vielleicht für das gesamte Gebäude passender wäre. Nun ist gelb schon durchaus grell, aber Tan wäre wiederum zu farblos gewesen und am Ende muss man sowieso immer damit leben, dass Plaste-Modelle aus LEGO nunmal in gewissem Maße grell sind. Die Idee, den blauen Fenstern und Türen Rechnung zu tragen, indem ich sie trans light blue baue, habe ich dagegen nicht weiter verfolgt und stattdessen versucht, auf jeder Seite hier und da ein paar dunkelblaue Akzente an den entsprechenden Stellen unterzubringen.

    54743660827_ec3eaa4085_c.jpg

    Noch kontroverser könnte allerdings sein, dass ich in dem Modell zwei Teile verbaut habe, die es von LEGO gar nicht gibt! =O Es handelt sich um die 2x6 Wedge Plates in Bright Light Orange auf der Rückseite, deren glatte Noppen ironischerweise auch so ziemlich die einzigen im gesamten Modell sind. Nun bin ich aus mannigfaltigsten Gründen schon immer LEGO-Purist und habe mich mit der Entscheidung auch etwas schwer getan. Das ganze ließe sich auch problemlos mit existierenden Teilen bauen, indem man die Wedge Plates in 2x4-Wedge und 2x2-Platte zerlegt (vergl. auch Rebrickable), allerdings sind diese Teile einfach absolut perfekt für diese Elemente. Da dies aber heute ohnehin nicht mehr so ein großes Tabu ist, es mich bei jemand anderes auch nicht stören würde und es immer noch Teile aus der Farb- und Formenpalette von LEGO sind (davon, wie Rocco meine eigenen Molds zu entwerfen, bin ich noch weit entfernt), entschied ich mich, hier mal über meinen Schatten zu springen, statt eines Kompromisses, der nur aus dem Chaos der Farb-Form-Kombinationen resultiert. Auf meinen Noppen wird sich auch in Zukunft das bautechnisch nicht unbedingt immer förderliche Logo finden, aber ich fühle mich hier in erster Linie der Originaltreue des Modells und nicht seiner möglichst originellen Umsetzung verpflichtet. Diese 2 Teile hindern mich auch nicht daran, es als "LEGO-Modell" zu bezeichnen, aber sollten sie für Ausstellungen oder LUGs ein Problem darstellen, lässt es sich wie gesagt auch umgestalten.

    Anleitung auf Rebrickable gibt es natürlich auch wieder (wenn sie's denn bald mal freischalten). Alles in allem bin ich begeistert und ehrlicherweise überrascht, wie detailtreu sich das Gebäude auf diesem kleinen Maßstab umsetzen ließ und dabei mit Beleuchtung, "begehbarer" Haupthalle und dem charakteristischen Buntglasfenster trotzdem ein breites Spektrum an "Spielfunktionen" bietet. Dafür hat es aber auch einiges an Zeit in Anspruch genommen und ich muss zusehen, dass ich für Berlin und Friedrichshafen noch mindestens zwei weitere Modelle fertig kriege. Dass sich das gesamte Thema wohl noch weit ins nächste Jahr ziehen wird, ist mir sowieso bereits klar.

    Da hast Du auf kleinem Raum doch einige schöne Details reingetrickst, wie ich finde, das Burgen-Feeling kommt gut rüber und das Foto mit Original und „Schrumpfung“ (😇😄) finde ich auch richtig nice.

    Vielen Dank! Ja, auf dem kleinen Raum ist ein ziemliches Chaos an Richtungswechseln bei rausgekommen, um allen Details des Originals gerecht zu werden. =O Ist auch das erste mal, dass ich so ein direktes Vergleichsfoto gemacht habe, aber ganz ohne Tricks kam das auch nicht aus, weil ich mir das naiverweise auch viel einfacher vorgestellt habe. Voder- und Hintergrund sind eigentlich zwei verschiedene Fotos, aber das Wasser half zum Glück, die Schärfe- und Helligkeitsunterschiede halbwegs zu kaschieren. :S

    Auf dem Sockel sieht sie noch etwas besser aus!

    Vielen Dank! Ist so auch deutlich stabiler und an einem Stück zu transportieren. ^^ Aber die Burg reizt schon ohne Sockel das Maximum der 12x12-Größe aus. =O

    Als kleine Pause von der Moderne, hier mal etwas aus dem älteren Chemnitz: die Burg Rabenstein aus dem gleichnamigen Stadtteil. Von der ursprünglich wohl im 12. Jh. erbauten Burg ist heute nur noch die Oberburg erhalten. Das macht sie zum einen zur kleinsten Burg Sachsens und zum anderen auf etwa 1:450 geradeso passend für die 12x12-Vignetten-Kategorie des Summer Joust. ;)

    54667618586_b95960c839_w.jpg 54667623561_97ca9814c6_w.jpg

    Bauanleitung auf Rebrickable gibt es auch, dann auch mit stabilem Sockel.

    54667868984_e51ff424a4_z.jpg

    Sehr schönes Gebäude.
    Einzig die Farbe triggert mich. Das letzte Originalbild geht ja eher in Richtung Grau.
    Ich denke light bluish grey wird aber auch nicht passen. Schwierig.
    Vielleicht mutig light aqua ;)

    Vielen Dank!

    Ja, das mit der Farbe kann ich verstehen. Ist bei Architecture oftmals ein Problem und am Ende muss man eine Entscheidung treffen, die dann eher von "Vibes" und der grundlegenden Atmosphäre einer Google-Bildersuche beeinflusst ist. :grimace: Manchmal hilft auch die Teileauswahl, oder die Frage, was noch alles im Modell ist und als Kontrast dient. Weiß wäre mir hier zu hell gewesen und grau einfach zu...grau, wenn auch beides nicht unvorstellbar. Die Fotos sind auch etwas schattig. Es kann zwar bisschen gräulich rüberkommen, aber ist wohl am ehesten helles Tan oder "Eierschale".

    Das wird auch nicht das letzte Gebäude in der Reihe mit so einer Fassadenfarbe sein und andere, etwa das Travertin-verkleidete Kaufhaus Schocken, werde ich wohl wiederum in weiß ausführen. Und auch andere Farb-Fragestellungen drängen sich bereits auf, vom Porphyr in Medium Nougat zu Backsteinexpressionismus in viel zu kräftigem dunkelrot (#BringBackSandRed) oder der Entscheidung zwischen tristem dunkelgrau und seltenem sandblau. Auch beim nächsten Modell dürfte die Farbe etwas kontrovers sein (wenn auch nicht Light Aqua :)), da Fassaden auch in den grellsten nicht-Architecture-Farben in Realität am Ende immer sandig blass sind.