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[Review] LEGO STAR WARS 75313 UCS AT-AT

  • Einleitung

    Liebe Rogues,

    heute habe ich die Ehre euch ein ganz besonderes Review zu präsentieren. LEGO war so nett und hat uns den neuen UCS AT-AT vorab für ein Review zur Verfügung gestellt und ich durfte ihn für euch aufbauen.


    Wer sich nicht mehr länger beherrschen kann, findet im Spoiler schon den fertigen AT-AT :P



    Das Wichtigste zuerst: Zahlen, Daten, Fakten

    • Erscheinungsjahr: 2021 (26. November 2021)
    • Embargo: 09.11.2021, 14:00 Uhr (CET)
    • Anzahl der Steine: 6785
    • Preis: 799,99 Euro
    • Preis pro Stein: 11,8 Cent
    • Minifiguren:
      • Luke Skywalker
      • General Veers
      • 2x AT-AT Driver
      • 1x Snowtrooper Commander
      • 4x Snowtrooper
    • Größe des Kartons (HxBxT): 50 x 50 x 38 cm
    • Größe des AT-AT (HxBxT): 62 x 69 x 26 cm
    • Gewicht (Set): ca. 6 kg ohne Anleitungen
    • Gesamtgewicht: ca. 14,2 kg
    • LEGO-Designer: Jens Kronvold Frederiksen Henrik Andersen
    • Bauzeit: ca. 19,5 Stunden (inkl. Fotos und Notizen)


    Genug der Vorrede, kommen wir zu den ersten Bildern. Insgesamt erwarten euch übrigens ca. 110 Bilder, also viel Spaß mit dem Review und holt euch nen Kaffee und nen Keks (oder was auch immer), es könnte länger dauern.

    Die Set Verpackung

    Schon der Versandkarton ist beeindruckend. DHL hatte mich mit dem Versandhinweis und den dort angegebenen 14,2 Kilogramm ja bereits auf etwas Großes vorbereitet. Schon beeindruckend, zumal ich bisher kein Set dieser Größenordnung mein Eigen nennen kann. Mein größtes USC-Set ist die Slave 1 (75060) und mein insgesamt größtes Set ist die Mos Eisley Cantina (75290), und die hat nicht einmal halb so viele Steine.


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    Der Karton selbst ist, wie aktuell üblich im 18+ Segment, komplett in schwarz gehalten. Auf der Vorderseite ist lediglich der AT-AT abgebildet, wie ihr auf dem Bild oben sehen könnt. Auf der Rückseite sehen wir, dass es offenbar möglich ist, die Seitenverkleidung des „Körpers“ und des „Kopfes“ zu entfernen. Des Weiteren werden in mehreren Bildern die Playfeatures vorgestellt, zudem sind noch einige Bilder aus Episode 5 enthalten. Auf den beiden Seiten ist der AT-AT jeweils von vorne bzw. von hinten zu sehen.


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    Der Inhalt / Die Bauabschnitte


    Jetzt geht es ans Auspacken. Den Set-Karton öffnet man an einer der Seiten, die entsprechend mit Siegeln versehen sind. Und dann gibt es eine erste Überraschung, denn zum Vorscheinen kommen 4 identische Kartons, die zusammen drei AT-ATs zeigen. Bei mir waren die 4 Kartons übrigens falsch herum einsortiert. Nachfolgend die 4 Bilder.


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    Die vier Boxen sind toll gestaltet und zeigen auf ihrer Vorderseite jeweils die 4 Hauptbauabschnitte. Dazu enthält jede Box das identische Bild des Sets. Die in der jeweiligen Box nicht enthaltenen Bauabschnitte sind abgedunkelt bzw. verblasst dargestellt.


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    Jede Box enthält wiederum eine separate Bauanleitung, die in einem Papp-Umschlag steckt. Auf die einzelnen Bauanleitungen werde ich in dem jeweiligen Bauabschnitt separat eingehen, denn diese enthalten auf den jeweils ersten Seiten interessante Zusatzinfos zum Set, dem Designprozess ect.

    Box 1

    Starten wir also in den großen Bauspaß mit Box 1. Den Inhalt, also die Bauanleitung mit 141 Seiten und die enthaltenen Tüten mit den Nummern 1 bis 4 seht ihr hier:


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    Auf den ersten Seiten der Bauanleitung erfahren wir vom Design Director Jens Kronvold Frederiksen, dass wir mit dem Set ein authentisch aussehendes Modell im Minifiguren-Maßstab erhalten. Zudem empfiehlt Jens das Schauen der gesamten Saga, da man mit über 6.700 Teilen ja genug Zeit habe. Auf der zweiten Doppelseite ist eine Grafik (Lucasfilm) des AT-AT abgedruckt, die bereits aus mehreren Büchern bekannt ist. Auf diese Grafik werde ich mich noch beziehen, wenn es am Ende des Reviews darum geht, wie detailgetreu der UCS AT-AT geworden ist.


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    Jetzt geht es aber endlich mit dem Bau des AT-AT los und ich bin wirklich gespannt wie viele Stunden es dauern wird, bis er in seiner vollen Pracht vor mir steht. Aber das wird noch ein langer Weg sein. Zu Beginn bauen wir erst einmal einen Technic-Rahmen, der natürlich nicht besonders spektakulär ist. Auch hier wird mit vielen Verstrebungen (Verbindung der drei Ebenen mittels Technic-Liftarmen) für Stabilität gesorgt.


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    Jetzt bauen wir die Verkleidung der Unterseite (Bauch) des Walkkers. Die Winkel sind mit normalen hinge-bricks realisiert.


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    Verbunden mit dem Technic-Rahmen sieht das dann wie folgt aus. Und schon jetzt bekommt man einen ersten Eindruck, dass das ein echt großes Biest wird.


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    Jetzt kommt der erste repetitive Abschnitt, und davon werden uns noch einige begleiten. Daher sollte man immer auf die Angabe x2 oder x4 am Anfang eines Bauabschnittes achten. Wir bauen die „Oberschenkel“ und da diese die meiste Last tragen müssen, wird hier mit Technic-Panelen und Liftarmen gearbeitet. Die nächsten drei Bilder zeigen die Entwicklung. Auf dem ersten Bild kann man zudem auch den neuen Mechanismus zur Verstellung der Beine erkennen. Hier ist ein Schnecken-Zahnrad mit dem großen Technic-Zahnrad (technic-turntable) verbunden.


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    Die Oberschenkel sind jeweils überkreuz identisch. Das liegt daran, dass die „Schrauben“ zur Verstellung immer auf der Innenseite der Beine liegen. Verstellt werden die Beine mit dem gebauten Schraubendreher (LEGO nennt ihn übrigens "adjustment tool"), welcher auch das einzige bedruckte Teil des gesamten Sets enthält (abgesehen von Konsolen im Cockpit), eine 2x2 Rundfliese mit dem Imperialen Zeichen. Den Schraubendreher in Aktion seht ihr auch im folgenden GIF.


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    Die Montage der vier Oberschenkel schließt dann den ersten Bauschritt ab.

    Box 2

    Box 2 steht ganz im Zeichen eines berühmten Luke Skywalker Zitates: „Go for the legs!“ Wie die Grafik auf der Box zeigt, bauen wir jetzt den Rest der Beine und die Füße.


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    In Box 2 enthalten sind die Tüten mit den Nummern 5, 6 und 7 und natürlich die entsprechende Anleitung. Diese ist mit nur 59 Seiten deutlich dünner als die Anleitung von Box 1 (141 Seiten) und das hat natürlich seinen Grund. Ihr ahnt es vermutlich schon. Ja, die Füße und auch der Rest der Beine sind komplett identisch. Bevor die Massenproduktion startet, hier die Bilder.


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    Werfen wir, bevor es richtig los geht, aber noch einen Blick auf die ersten Seiten der Anleitung. Hier begegnet uns Lukes Zitat und wir sehen auf der rechten Seite den Fuß groß abgebildet. Wir erkennen auch das einzige (!) neue Teil, welches speziell für das Set konstruiert wurde. Es handelt sich um einen gebogenen Liftarm (1/4 Kreis) mit einem innen liegenden Zahnkranz (oder so ähnlich). Wir erfahren weiter im Text, dass sich das Designteam Unterstützung durch den „LEGO Technic Design Master“ Markus Kossmann geholt hat.


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    Die folgenden Bilder zeigen euch den Entstehungsprozess der Füße. Besondere Bautechniken finden sich dort nicht. Als Rutsch-Sicherung der Füße werden Reifen verwendet, aber auch diese Technik haben wir bereits bei anderen Sets schon gesehen.


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    Im jetzt drankommenden oberen Teil der Füße kommt das neue Element zum Einsatz. Bautechnisch wäre noch zu erwähnen, dass die beiden 1x6x2 Arch-Elemente (BL 6183) über eine simple, aber wirkungsvolle SNOT-Technik an den Unterseiten miteinander verbunden werden. Das zweite Bild zeigt dann den fertigen Fuß.


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    Das repetitive Bauen fand ich ehrlich gesagt ganz entspannend. An dieser Stelle mal ein Blick auf meinen Bautisch. Damit es nicht ganz so eintönig ist, hat sich das Aktuelle Sportstudio angeboten ;-). Videos lenken mich sonst eher ab, daher habe ich eigentlich immer nur Musik beim Bauen von Sets oder MOCs laufen. Das Plakat hängt da übrigens immer dort, nicht nur für dieses Review.


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    Weiter geht es mit den Knien und dem Kniegelenk. Auch hier wird mit Techic-Rahmen und Liftarmen mit Löchern auf beiden Seiten (flip-flop beams) gearbeitet, um eine möglichst stabile Konstruktion zu erreichen. Die flip-flop beams oder Liftarme haben auch den Vorteil, dass diese viele Verbindungspunkte für Platten und Fliesen bieten. Aus dem Grund enthält das Set auch gefühlte 1.000 blaue Technic pins mit Noppe. Bautechnisch zu erwähnen sind auf dem ersten Bild die Räder (BL 13971), diese sind in Verbindung mit dem neuen Element für die Gewichtsverteilung von großer Bedeutung.


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    Im nächsten Schritt werden dann die Füße mit dem gerade gebauten Knie verbunden. Und die Außen- und Innen-Seiten entsprechend unterschiedlich mit Platten, Fliesen und Slopes beplankt.


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    Das folgende GIF zeigt die Funktion des Fußgelenkes.

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    Im Anschließenden, finalen Bauabschnitt, verbinden wir die Knie jetzt mit dem Rumpf, den wir in Box 1 gebaut hatten. Anschließend werden noch die restlichen sichtbaren Stellen an den Knien beplankt und wir haben Box 2 geschafft.


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    Spätestens jetzt kann man erahnen, wie groß der AT-AT wirklich wird, denn es kommt ja noch einiges an Aufbau obendrauf und der Kopf fehlt auch noch. Da der Verstell-Mechanismus über die Schnecke und den Technic turntable erfolgt, kann man ein gewissen Spiel, trotz aller Stabilität, nicht vermeiden. Aktuell kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass das gesamte Gewicht der zwei noch folgenden Boxen durch diese (wackelige) Konstruktion gehalten werden kann. Aber wir werden sehen…

  • Box 3

    Die Grafik auf Box drei verrät uns, dass es jetzt an den Innenausbau und den Technic-Rahmen des Aufbaus geht, sowie den Hals.


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    Inhalt der Box sind neben der Anleitung, die mit 267 Seiten die dickste der vier Anleitungen ist, die Tüten der Nummern 8 – 13 und ein Sticker-Bogen.


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    Widmen wir uns, wie gewohnt, zuerst den Info-Seiten der Anleitung. Auf der ersten sehen wir den AT-AT mit entfernter Seitenverblendung und erfahren, dass er Sitzplätze für 40 Trooper bietet, zudem wird auf die Energiezelle sowie den Stauraum für 4 Speederbikes hingewiesen. Ein kleiner Fun Fact bezüglich der LEGO Stühle: Der UCS AT-AT ist mit 40 Stühlen natürlich das Set mit den meisten Stühlen, aber welches Set war bisher der Rekordhalter? Wenn man der BrickLink-Datenbank glauben darf, dann ist es das Set „Passenger Train“ aus dem Jahre 2010 mit 14 blauen Stühlen.


    Auf der nächsten Doppelseite sehen wir die Modell-Designer, Jens Kronvold Frederiksen der seines Zeichens der „Design Director & Creative Lead, LEGO Star Wars“ ist und Henrik Andersen „LEGO Star Wars Designer“ (letzterer ist der Set-Designer). Neben anderen Infos erfahren wir auch, dass nur ein einziges neu designtes Element für den AT-AT nötig war.


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    Wir starten mit einer stabilen Unterkonstruktion aus Technic Bricks und Rahmen. Ein Detail ist hier ganz interessant. Unter den rosa 2x2 Rundfliesen befindet sich eine Balljoint Aufnahme, die auf einen 2x2 turntable gesteckt ist. Die Bewegung ist daher eingeschränkt und die Balljoint Aufnahme kann nur ganz minimal hin und her gewackelt werden. Der Sinn dahinter erschließt sich im nächsten Bauschritt, denn an der Balljoint Aufnahme wird die in den nachfolgenden Bildern ersichtliche Konstruktion eingeklickt. Die minimale Beweglichkeit der Aufnahme ist hier wichtig, um exakt den Winkel zu erreichen und die Bauteile nicht zu stark unter Spannung stehen zu lassen.


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    Im nächsten Schritt geht es dann mit den Innenausbauten weiter. Unter anderem kann man erkennen, dass durch die Konstruktion vom Schritt zuvor der perfekte Winkel für die Abdeckung mit einer Wedge Plate 3x12 entstanden ist. Jetzt werden auch die ersten Sticker verwendet. Auf der rechten Seite sind diese auf 6x6 Fliesen geklebt, auf der linken auf 2x6 Fliesen.

    Auch zwei Elemente möchte ich hier noch kurz erwähne, nicht neu, ganz im Gegenteil schon ziemlich alt. Aber immer wieder schön, dass sie weiterhin Verwendung finden. Auf der linken Seite das Support Element (BL 4476b) und auf der rechten die 6x6 dish radar (BL 4285b).


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    Auch das Oberdeck bekommt eine stabile Technic Unterkonstruktion und wird dann entsprechend auf das zuvor gebaute Unterdeck aufgesetzt. Auch hier kommt wieder an Bug und Heck die Technik mit den Balljoint-Aufnahmen auf Turntables zum Einsatz. Und es werden endlich massenhaft Sitzplätze geschaffen.


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    Jetzt geht’s dem AT-AT an den Kragen oder besser gesagt an den Hals. Dies wird auch bautechnisch eine sehr interessante Sache, aber der Reihe nach. Es beginnt mit dieser Konstruktion.


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    Die weiteren Hals-Elemente werden nicht fest mit den anderen verbunden, sondern nur auf die Flextube aufgefädelt. Nach 4 Elementen ist Schluss und am Ende der Flex-Technic-Achsen (BL 2637) wird wieder ein Rahmen befestigt und wir verbinden das Ganze mit dem Rumpf.


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    Jetzt wird es richtig lustig und der typische LEGO-Humor zeigt sich. Zumindest gehe ich davon aus, denn ich glaube nicht, dass die Farbauswahl der Energiezellen Zufall ist. Diese Farbkombination kennen wir doch von dem Energiekonzern OCTAN aus LEGO City. Ein sehr witziges Detail, vielleicht erfahren wir ja im entsprechenden Designer-Video mehr dazu.


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    Nach den Energiezellen geht es in den Endspurt dieses Bauabschnittes und wir vervollständigen den umlaufenden Rahmen aus Technic-Liftarmen. Mit jedem Pin wird die anfangs sehr wackelige Konstruktion stabiler. Zuletzt werden an der Unterseite des Aufbaus noch die gelben Liftarme befestigt, die dazu dienen den Aufbau fest mit dem Unterteil zu verbinden. Das Befestigen ist gar nicht so einfach, denn man weiß nicht wirklich, wo und wie man drücken soll, um nichts kaputt zu machen. Aber irgendwie hat es dann doch geklappt.


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    Dann werden noch die Blenden zwischen den Beinen angebaut und einige Details am Heck ergänzt, sodass der AT-AT nach der dritten Box so dar steht.


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  • Box 4

    Kommen wir nun zur finalen Box 4. Die Grafik auf der Box und der Anleitung verraten uns, dass wir jetzt den „Kopf“, die fehlenden seitlichen Verkleidungen, sowie die zwei Speeder Bikes bauen werden. Auch die letzten Minifiguren und die Blaster-Kanone sind in der letzten Box enthalten. Wir verbauen die Tüten mit den Nummern 14 bis 18 entsprechend der 253-seitigen Anleitung.


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    Widmen wir uns aber zunächst erst einmal den Infoseiten der Anleitung. Auf der ersten Doppelseite wird noch einmal auf die Bautechnik des Halses eingegangen. Da wir diesen ja bereits in Box 3 gebaut haben, also nichts Neues. Die zweite Doppelseite zeigt die Historie der LEGO AT-ATs, angefangen 2003 mit der Setnummer 4483bis zur heutigen UCS-Version. Ein Highlight aus der Reihe ist sicherlich auch die motorisierte Version aus 2007 (10178). Die letzten Playsets aus 2014 (Set 75054) und 2020 (Set 75288) werden wir uns weiter unten noch im direkten Vergleich ansehen.


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    Wir beginnen mit dem Bau des Kopfes, also des Cockpits, des AT-AT. Da dieses Modell natürlich auch einen viel größeren Kopf als die Playsets hat, war es möglich zwei richtige Sitze für den Piloten und den Gunner zu bauen. Auch General Veers bekommt einen richtigen Kommando-Stand. Das Ganze sieht dann wie folgt aus und auch hier kommt wieder die 6x6 dish radar (BL 4285b) zum Einsatz.


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    Bei der Front des Kopfes bzw. des Sichtfensters kommen zwei hinge-bricks zum Einsatz, um den entsprechenden Winkel zu erzeugen. Ein schönes Detail, auch wenn entsprechende Spalten entstehen. Die seitliche Verkleidung mit wedge-plates verdeckt dann die bunten hinges einigermaßen. Wen die bunten hinges stören, der sollte sie jetzt direkt gegen graue oder schwarze ersetzen.


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    Befestigt wird die Front an einem Technic-Rahmen, der sozusagen einen Deckel bildet, um später das gesamte Cockpit-Dach anheben zu können. Erwähnenswert ist dies, da hier eine Verbindungstechnik genutzt wird, die ich so noch nicht gesehen habe. Auf den nachfolgenden Bildern ist das schwierig zu erkennen, daher hoffe ich ihr versteht was ich meine. Auf der Rückseite der Frontplatte befindet sich auf einer tan-farbigen Plate eine plate modified 1 x 2 with pin hole on bottom (BL 18677). Wie auf dem zweiten Bild zu sehen, wird der rote Pin durch den Rahmen gesteckt. Aufgrund des Winkels zwischen Rahmen und Frontplatte stehen die Löcher nicht exakt übereinander. Die überlappenden Löcher bieten exakt den Platz für den bar des roten Pins, sodass die Verbindung bombenfest ist und die Frontplatten an dem Rahmen nicht wackelt.


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    An der Stelle noch ein kleiner Einschub. Ich freue mich ja immer, wenn mir altbekannte Teile begegnen. So auch hier mit der plate, modified 1 x 4 Offset (BL 4590). Das Element begleitet mich als Kind der 80er Jahre schon eine ganze Weile. Das Element hatte laut BrickLink-Datenbank seine Premiere 1984 in Sets wie „6824 Space Dart I“ oder „6022 Horse Cart“. Und weil ich für die Recherche gerade sowieso auf BrickLink unterwegs war, hier auch gleich eine Auswertung zum Vorkommen des Elementes. Wie ihr seht, gab es Anfang der 2000der Jahre eine gewisse Durststrecke, aber in den letzten Jahren wird es netterweise von den Designern wieder häufiger verwendet.


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    Genug des nutzlosen Wissens, weiter geht es mit dem Verbinden von Kopf und Hals. Und damit hängt der Kopf jetzt nur noch an den flexiblen Technic Achsen (BL 2637).


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    Die Seitenverkleidungen des Cockpits werden am Stück gebaut und nur eingehangen. Auf dem Bild zuvor kann man den schräg eingebauten 1x2 Technic brick mit zwei Technic Löchern sehen, genau hier werden die Seitenteile eingehangen. Der fertige Kopf sieht dann von der Seite wie folgt aus. Auf dem Bild kann man auch einen Nachteil, der „Hängetechnik“ erkennen, die relativ großen Spaltmaße. Bei einem Neuwagen würde ich das definitiv bemängeln.


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    Der Kopf bzw. Hals bietet dann noch zwei Funktionen. Zum einen lässt sich der Kopf hin und her bewegen. Der Bewegungsradius ist zwar eingeschränkt, aber das ist definitiv eine sehr coole Funktion. Wie das ganze „gelenkt“ wird, seht ihr in folgendem Video. Richtig genial ist, dass man den „Lenker“ in der rechten und linken Position arretieren kann. Die zweite Funktion betrifft die schweren Klasse II Laserkanonen unterhalb des Kopfes. Diese können mittels einer sehr einfachen Konstruktion abwechselnd nach vorne und hinten bewegt werden, so wie es auch beim Abfeuern in „STAR WARS Episode V The Empire Strikes Back“ beobachtet werden kann. (nutzloses Wissen: Das Jahr der Premiere von Episode 5 war übrigens 1980, ein schönes Datum wie ich finde)


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    Als nächstes bauen wir die Seitenverkleidungen des AT-AT. Diese besteht auf jeder Seite aus drei Teilen, die mit Clips verbunden sind und später als Ganzes abgenommen werden können. Somit kann man beim fertigen Modell innerhalb weniger Sekunden die Seitenverkleidung am Körper und am Kopf entfernen, so wie es uns schon auf der Rückseite der Box gezeigt wurde.

    Der Bauabschnitt startet aber zunächst mit dem Bau der Einstiegsluke. Dieser wird in SNOT-Technik gebaut, damit rund herum keine Noppen entstehen. Dies ist wichtig, damit der interessante Öffnungsmechanismus sauber funktioniert. Hierzu zieht man die Luke an dem Clip in der oberen rechten Ecke nach vorne aus dem Seitenteil heraus und klappt die Luke dann im Ganzen nach oben. Damit ist der Zugang zum unteren Deck freigegeben. Kleine Kritik an dieser Stelle ist, dass sich die Befestigung nach mehrmaligem Öffnen und Schließen recht schnell lockert. Da es aus meiner Sicht aber kein Playset ist, ist das zu verschmerzen. Deutlich mehr stört mich, dass die Klappe nicht offen stehen bleibt, sondern sich durch die Schwerkraft fast zur Hälfte schließt.


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    Dann wird das rechte und linke Seitenteil gebaut und jeweils an das mittlere Element geklickt und schon ist die Seitenverkleidung fertig.


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    Jetzt geht es auf das Ende zu. Es fehlen nur noch die „Deckel“. Insgesamt gibt es drei. Eine Abdeckung in der Mitte, eine im vorderen und eine im hinteren Segment. Alle drei Abdeckungen sind nur aufgelegt und nicht weiter befestigt. Einzig das vordere und hintere Element enthält 2x6 plates mit Technic Löchern. Jeweils zwei Technic Achsen, die am Rahmen verbaut sind, ragen in diese Löcher, und sorgen dafür, dass die Abdeckungen nicht so leicht verrutschen. Von oben sieht der AT-AT dann so aus.


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    In dem aller letzten Akt werden jetzt noch die beiden identischen Speeder-Bikes, der Blaster für die Snowtrooper und die UCS-Tafel gebaut. Die Speeder-Bikes ähneln zwar auf den ersten Blick denen aus dem aktuellen Playset (Setnummer 75288), sind aber etwas detaillierter konstruiert. Anders als die Speeder-Bikes ist die Blaster-Kanone komplett identisch. Die UCS-Tafel wartet noch mit einer kleinen Besonderheit auf, denn es gibt auf der Rückseite eine Ablage bzw. eigentlich nur zwei Mulden zur Ablage des Schraubendrehers.


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    Bevor wir zu den finalen Bildern kommen, hier noch der kurze Blick auf die Spare-parts. Bei der 1x2 und 1x3 plate wird es wohl so sein, dass ich die an irgendeiner Stelle vergessen habe. Die schwarze 3x3 plate ist allerdings ein Fehlteil, denn es hätte sich um eine 2x3 plate handeln müssen. Diese habe ich beim Bauen aus meiner Sammlung ergänzt.


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  • Das fertige Modell

    Nachdem exakt 19,5 Stunden Bauzeit hinter mir liegen, ist es vollbracht und der imposante AT-AT steht in voller Pracht auf meinem Bautisch.


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    Das ist schon ein beeindruckender Moment, wenn man das fertige Modell betrachtet. Das es groß werden würde, das war ja zu erwarten. Aber den AT-AT jetzt live zu sehen und anzuheben, das ist schon etwas Besonderes. Für mich persönlich ist es auch das größte Set was ich bisher aufgebaut habe. Die Cantina (75290), mein bisher größtes Set, wirkt mit weniger als der Hälfte der Teile (3.187) ja eher winzig. Zum Einordnen der wirklichen Größe findet ihr weiter unten noch den direkten Vergleich mit zwei Playsets.


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    Neue und seltene Elemente

    Wie auch in der Anleitung vom Designer erläutert ist das einzige neu geschaffene Element ein Technic-Zahnrad oder Zahn-Kranz, ein ¼ Kreis, der am Fußgelenk eingesetzt wird. Das Element ist daher achtmal im Set enthalten, ich hatte das ja bereits oben kurz beschrieben.


    Folgende Teile habe ich als „selten“ identifiziert. Vermutlich ist die Liste nicht vollständig, denn ich bin nicht jedes Teil durchgegangen, denn das Review ist schon jetzt viel länger als geplant. Wenn euch noch etwas auffällt, dann erwähnt das doch gerne in euren Kommentaren. Bei den genannten Teilenummern handelt es sich übrigens um die BrickLink Nummern.

    • Dark Red Hose Rigid 3mm D. 8L / 6.4cm (BL 75c08) Die flextube ist in dark red in der 8er Länge bisher nur in einem einzigen Set vorgekommen, nämlich im Architecture Set San Francisco (21043). Eine zusätzliche Tube ist übrigens in den Spareparts enthalten.
    • Light Bluish Gray Arch 1 x 6 x 3 1/3 Curved Top (BL 6060) Der Arch ist bisher ebenfalls nur einmal in light bluish gray vorgekommen und zwar in Lukes Landspeeder (75271).
    • Light Bluish Gray Wedge Plate 6 x 2 (BL 78443) Die 6x2 wedge plate ist ja generell relativ neu und in light bluish gray nur einmal vorgekommen in Bobas Slave 1 (die nicht mehr Slave 1 heißen darf, aber da ist eine eigene Diskussion) (75312).
    • Pearl Dark Gray Support 2 x 4 x 5 Stanchion Inclined, 5mm Wide Posts (BL 4476b) Auch dieses Support-Element würde ich als eher selten bezeichnen, da es bisher nur in zwei Sets erschienen ist, im Batmobile (76139) und in der Batcave (76122).

    Detailtreue des Modells

    Ich habe einmal folgende Grafik eingefügt, die in der Form in unterschiedlichen STAR WARS Büchern verwendet wird.


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    Ebenfalls als Referenz empfehle ich folgenden Ausschnitt aus Episode V.



    Insgesamt muss man sagen, dass die Proportionen extrem gut von den Designern getroffen wurden, anders als bei den bisher erschienenen Play-Sets. Das ist offensichtlich und bedarf aus meiner Sicht keiner weiteren Betrachtung.

    Aber viel spannender finde ich die unzähligen Details und Kleinigkeiten, an denen man erkennt, dass sich hier wirklich jemand ausführlich mit den Originalvorlagen aus den Filmen und Büchern beschäftigt hat. Ich kann und will alle Punkte hier gar nicht aufzählen, lasst die Bilder des Modells und die oben genannten Referenzen einfach mal auf euch wirken.

    Der AT-AT ist excellent umgesetzt was das äußere Erscheinungsbild und das Interieur betrifft. Neben den nahezu perfekten Proportionen finde ich persönlich solche Details wie die "gefächerten" (wedge) plates am Kopf klasse. Auch die angedeutete Beleuchtung im Inneren, für die invertierte 2x2 Rundfliesen verwendet wurden, finden sich so auch in der Buchvorlage exakt wieder. Und natürlich nicht zu vergessen die 40 Sitzplätze für Trooper, und 4 Parkbuchten für Speeder, exakt wie in der offiziellen Literatur beschrieben.


    Zum Thema Maßstab verweise ich gerne auf den Artikel (https://www.stonewars.de/news/…rs-ucs-at-at-75313-leaks/) von Lukas auf Stonewars.de, den ich an dieser Stelle gerne zitieren möchte:

    Zitat
    Zitat Es gibt nicht wirklich einen eindeutigen Minifiguren-Maßstab, was schlicht und einfach daran liegt, dass Minifiguren eben nicht die gleichen Proportionen wie Menschen haben. […] Damit ist der UCS AT-AT mit einem Maßstab von etwa 1:37 im Mittel so nah am Minifiguren Maßstab, wie es mit LEGO wohl erreichbar ist. Es handelt sich damit um den ersten LEGO AT-AT im Minifiguren-Maßstab. (Lukas Kurth, stonewars.de)

    Die Stabilität

    Die Frage nach der Stabilität stellen sich vermutlich die Meisten von euch. Sie war nach Infos aus LEGO-Kreisen bisher wohl immer der Knackpunkt. Der Designer hat sich, der Anleitung zufolge, mit Unterstützung von Kollegen aus der Technic-Abteilung ein wirklich sehr massives und stabiles Design ausgedacht. Ihr habt die Konstruktion der Beine ja oben gesehen. Aber aufgrund der theoretisch sehr variabel einstellbaren Beine und natürlich aufgrund des enormen Gewichtes des gesamten Aufbaus, ist die Konstruktion insgesamt schon sehr wackelig.

    Versteht mich nicht falsch, man muss keine Angst haben, dass der AT-AT jeden Moment umkippt, das tut er sicherlich nicht, aber er schwingt schon sehr stark hin und her. Ich habe versucht, das in einem GIF festzuhalten.


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    Kommen wir noch einmal zur Einstellung der Gelenke. Die technische Lösung mit dem „Schraubendreher“ finde ich wirklich genial und das hat mich schon beim Bau sehr begeistert. Leider gibt es auch hier ein Aber. Denn will man den AT-AT im stehenden Zustand verstellen, muss man vorsichtig und immer abwechselnd alle Gelenke in kleinen Schritten verstellen, was sehr mühsam ist. Zumindest habe ich sonst die Befürchtung, dass irgendwo die Belastung zu groß wird und ein Teil zerstört werden könnte. Des Weiteren sind laut Anleitung auch nur Posen mit ganz leicht verstellten Gelenken „zulässig“ bzw. empfohlen. Ich habe für mich entschieden, dass ich die Beine komplett gerade lassen werde. Das erreicht man am besten, wenn man den AT-AT hochhält (oder aufbockt) und dann alle Gelenke ganz gerade ausrichtet. So wird er jetzt bei mir im Regal stehen bleiben.


    Der zweite Punkt, um den ich mir etwas Sorgen mache, ist der Hals. Auch hier ist es klasse, dass der Designer die Funktion des Schwenkens umsetzen konnte. Aber, wie ihr oben in dem entsprechenden Bauschritten gesehen habt, sind die Hals-Elemente nicht fest verbunden. In der Mitte steckt nur eine Flex-tube und gehalten wird der Hals ansonsten nur die 4 Achsen (BL 2637) aber das sind ja ebenfalls flexible Achsen. Ich bin gespannt, wie der Hals in 2-3 Jahren aussieht. In der Vergangenheit gab es ja durchaus schon mal Probleme bei UCS-Modellen. Bei der Slave 1 z.B. entsteht über die Jahre ein Spalt, wenn ihr das Schiff auf dem Ständer hängen habt und die Executor hängt durch und es entstehen ebenfalls größere Spaltmaße.

  • Die Minifiguren

    Kommen wir jetzt zum Thema Minifiguren. Auch hierüber wurde im Vorfeld viel spekuliert. Was wir nicht bekommen haben sind die 40 Trooper um den AT-AT voll zu besetzen. Aber das war realistisch betrachtet natürlich auch nicht zu erwarten. Vier normale Snow Trooper und ein Commander ist aber gar nicht schlecht, wie ich finde. (Wie wir in den letzten Wochen erfahren konnten, wird es ja in nicht allzu langer Zeit ein Hoth Battle-Pack geben, sodass man sich mit reichlich Snowtroopern eindecken kann.) Zudem gibt es ein voll besetztes Cockpit mit einem Piloten einem Gunner und General Veers. Und zu guter Letzt noch Luke, der natürlich auch nicht fehlen darf. Insgesamt ist es also dieselbe Figurenauswahl, die wir auch im aktuelle Playset (75288) sehen.


    Bevor ich aber zur Bewertung der Figurenauswahl ect. kommen, hier erst einmal die Bilder:


    Luke und General Veers

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    Piloten

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    Snow Trooper Commander

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    Zusammenfassend kann man sagen, dass LEGO leider seiner Linie (bei den STAR WARS UCS-Sets) treu bleibt und die Figurenauswahl etwas enttäuschend ist. Wie auch in den letzten exklusiven Sets gibt es auch im 800 Euro Bereich keine Exklusivität zu feiern. General Veers ist aus dem letzten AT-AT Playset (75288), lediglich die Beine sind hier jetzt dual-molded. Da diese Beine aber schon lange nichts Besonderes mehr sind, ist die Figur für mich nicht als exklusiv zu bezeichnen. Auch Luke kennen wir bereits aus dem letzten X-Wing (75301). Hier hätte ich mir eine exklusive Version mit bedruckten Armen gewünscht. Speziell vor dem Hintergrund, dass ja für dieses Set nur ein einziges Element neu entwickelt wurde und es nur ein einziges bedrucktes Element gibt, hätte das eigentlich noch im Budget seien müssen. Für mich ist das insgesamt komplett unverständlich, da LEGO bei den „großen“ Batman Sets ja zeigt, dass es auch anders geht. Gerade bei einem so besonderen und teuren Set wäre eine kleine Exklusivität schön gewesen.

    Weiterhin fällt auf, dass LEGO (oder Disney) das Thema Diversity jetzt auch bei den Troopern umsetzt. Bei denen gibt es zwei männliche und zwei weibliche, sowie zwei weiße und zwei People of Color.

    Vergleich mit den Playsets

    Ja ich gebe es zu, der Vergleich hinkt, denn der UCS AT-AT spielt in einer ganz anderen Liga. Aber, da ich den 2020er und 2014er AT-AT sowieso in meiner Sammlung habe, hat es sich irgendwie angeboten alle drei einmal nebeneinander zu stellen. Vielen Dank an dieser Stelle übrigens an meinen Sohn, der aufgrund des schlechten Wetters am Halloween-Wochenende den Aufbau übernommen hat. Der Vergleich der Sets zeigt, wie ich finde, ganz eindrucksvoll was für ein wahnsinniger „Klotz“ dieser UCS AT-AT wirklich ist.


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    Der LEGO-Blog StoneWars (LEGO Star Wars 75313: UCS AT-AT zum Black Friday? (stonewars.de)) hat in seinem Gerüchte-Artikel ja bereits das Set 75288 mit bekannten MOCs verglichen. Die Prognose der Höhe des AT-AT von Lukas war mit 70 cm etwas optimistisch, denn es sind letztlich ja „nur“ 62 cm geworden. Im Größenvergleich mit dem sehr bekannten MOC von Cavegod ist der UCS AT-AT dann doch deutliche 10 cm kleiner.


    Da ich jetzt nicht auch noch ein Review der Playsets schreiben will, fasse ich mich ganz kurz. Das 2020er Playset, also die 75288 ist ein super Set und eine Kaufempfehlung für alle STAR WARS Fans. Zeitweise gab und gibt es Angebote für knapp über 100 Euro womit das Set ein Pflichtkauf ist. Von der Form und den Proportionen ist es deutlich besser getroffen als die Version aus 2014. Zudem bietet die 2020er Version mehr Stauraum in Inneren und auch der Mechanismus der Seitlichen Klappen ist aus meiner Sicht besser gelöst. Zudem kann man im Heck ein Speederbike verstauen und auch die Seilwinden-Funktion, um Luke hochzuziehen, ist gut gelöst. Die aktuelle Version unterscheidet sich damit deutlich vom in die Jahre gekommenen AT-AT aus 2014.


    Nachfolgend findet ihr in der Tabelle noch einmal die Fakten der drei Sets gegenübergestellt:



    75313

    75288

    75054

    Erscheinungsjahr

    2021

    2020

    2014

    Anzahl der Steine

    6.785

    1.267

    1.108

    Preis (UVP)

    799,99 Euro

    149,99 Euro

    119,99 Euro

    Preis pro Stein

    11,8 ct

    11,84 ct

    10,55 ct

    Minifiguren

    9

    6

    5

    Bauzeit

    ca. 19,5 Stunden

    ca. 2,5 - 3 Stunden

    ca. 2,5

    Stunden

    Größe (HxBxT)

    62 x 69 x 26cm

    35 x 39 x 10 cm

    35 x 33 x 13 cm

    Gewicht inkl. (Karton u. Anleitung)

    14,2 kg

    ?

    ?

    Gewicht des Modells

    6 kg

    1,2 kg

    1,1 kg


    Fazit

    Kommen wir zum Fazit, welches ich an dieser Stelle wirklich kurzhalten will. Der, von vielen LEGO STAR WARS Fans lang ersehnte UCS AT-AT ist in (fast) jeder Hinsicht ein gigantisch tolles Set. Der Bau hat riesig Spaß gemacht und einige Überraschungen bereitgehalten. Der fertige AT-AT ist eine wirklich imposante Erscheinung. Die Detailverliebtheit der Designer ist an jeder Ecke zu spüren und der direkte Vergleich mit dem oben verlinkten Video oder dem offiziellen Bildmaterial von Lucasfilm hat mich wirklich beeindruckt. Erwähnenswert ist auch, dass der AT-AT, zumindest außen keine Sticker und auch keine Prints enthält, alle Details wurde somit „bautechnisch“ gelöst (Da wird sich der selbsternannte Held aus FFM aber freuen). Auch, dass es den Designern gelungen ist, ein ausreichend stabiles Set im geliebten Minifigurenmaßstab zu erschaffen ist wirklich toll.


    Trotz aller Euphorie und Begeisterung für den AT-AT gibt es auch ein paar Kleinigkeiten, die mich stören. Es ist Meckern auf sehr hohem Niveau, aber ich hätte mich über wenigstens eine exklusive Minifig wirklich gefreut. Die Stabilität ist nicht perfekt aber ausreichend, zumal es kein Playset ist, sondern ein Display-Modell. Ebenfalls in diese Kategorie gehört, dass „Klappern“ der Außenverkleidung, die teilweise etwas großen Spaltmaße und die an wenigen Stellen durchscheinenden „bunten“ Teile.


    Da die positiven Aspekte aber mit meilenweitem Abstand überwiegen, ist auch diese Monster eine ganz klare Kaufempfehlung, vorausgesetzt ihr habt den Platz und die nötigen Euros dafür übrig.


    Jetzt freue ich mich auf eure Meinungen, Kommentare oder auch Fragen zu dem Set.

    Danke

    Zuerst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die bis hierhin gelesen haben. Über das Anschauen der Bilder freue ich mich natürlich ebenso ;)


    Vielen Dank auch an LEGO und RogueBricks dafür, dass ich dieses Review für euch erstellen durfte. Es war zwar eine Menge Arbeit und vergleichsweise wenig Zeit, aber es hat mir riesigen Spaß bereitet. Der AT-AT wird selbstverständlich einen Ehrenplatz in meinem Legozimmer bekommen und niemals als Teilespender herhalten müssen.


    Viele Grüße

    Michael

  • Hallo Michael,


    vielen Dank für das tolle, ausführliche Review. Ich bin noch nicht komplett durch, aber nach dem schnellen Überfliegen der Bilder bin ich schon sehr beeindruckt von der Größe und der Stabilität des Sets.

    Ich hätte nie damit gerechnet, daß so ein über 6000-teiliger Koloss auf seinen Beinen stehen kann.


    Hach, wenn es doch nur nicht so teuer wäre...


    LG, Marion,

    die langsam Gefallen an Star Wars findet.

  • Ein tolles Review mit vielen interessanten Details, danke dafür!

    Ich kann zwar gut auf das Set verzichten, bin aber ob der Detailverliebtheit schon beeindruckt. Ich gebe dir hinsichtlich der Minifigs aber recht: eine exklusive hätte nicht wehgetan und ist aus meiner Sicht bei so einem Sammlerstück auch irgendwie Pflicht :/

    Leider werden deine GIFs bei mir nicht dargestellt (Opera und Firefox, sowohl am PC als auch am Smartphone). Die hätten mich sehr interessiert :D

  • Puh. Da blieb mir jetzt erstmal über Nacht die nötige Spucke weg, um wirklich eine ausreichende beziehungsweise würdige Antwort zu schreiben. Aber selbst nach langem Hin- und Her, kann diese nur halbwegs das wiedergeben, was mir beim Lesen durch den Kopf gegangen ist.


    Dir dieses Set zu geben hat wunderbar gepasst. Nicht nur, dass du zeitnah Geburtstag hattest, sondern auch zu sehen, mit welcher Detailarbeit sowie Liebe zum Thema und Set herangegangen bist, plus einen Output zu kreieren, der seinesgleichen sucht…wahnsinn. Hat dich deine Familie in den 19.5 Baustunden zu Gesicht bekommen? Was war dein Bestechungspalet? 3 Tage Legoland Californien?


    Das Review ist wahnsinnig gut aufgearbeitet, der Vergleich mit den Spielsets klasse und die Anzahl der Bilder topt tatsächlich hier alles dagewesene. Mir gefällt das Set, für das natürlich nun eine Hundehütte gebaut werden muss :D Die Idee mit dem Werkzeug macht es interaktiv und trotz der dünnen Beine bin ich überrascht, dass das Ding mit diesem 6 Kilo Körper - wenn auch nur als Display Modell - (wackelig) stehen kann. Der beweglich Kopf ist ebenfalls super.


    Das mit der exklusiven Figur, oder zumindest einem exklusiven Set am Schild, wäre die Sahnekirche gewesen. Schade, dass das nicht mehr umgesetzt zu werden scheint. Wo doch auch die SW Jungs scheinbar öfter einen neuen Mold kreieren dürfen, der dann SW Exclusive bleibt.


    Noch immer fehlt mir Spucke, mittlerweile auch der Atem. Hammer Review, Michael. Da hast du dor ein schönes Denkmal gesetzt, das ich jetzt weitermelden darf 8)


    Danke für deine Arbeit und Zeit, die du investiert hast. Wahrlich kein Geschenk, den Thread zu erstellen!


    Herzliche Grüße

    Ben

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